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Wir werden klimaneutral

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Melissa Stolz

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Lesedauer 3 Minuten

An unserer Unternehmenszentrale in Mülheim, gleich vor den frisch bezogenen Neubauten, steht seit Kurzem ein kleiner Baum mit großer Symbolkraft. Gepflanzt wurde die Winterlinde anlässlich der öffentlichen Ankündigung von ALDI SÜD, ab dem 1. Januar 2017 an allen Standorten in Deutschland klimaneutral zu arbeiten. „Klimaneutral“ – das ist ein großes Wort. Was es für unser Unternehmen bedeutet, möchte ich an einer Reihe von Beispielen erklären.

ALDI SÜD pflanzt einen ganzen Wald. Der erste Baum steht nun vor der Unternehmenszentrale in Mülheim.

Um das Ziel Klimaneutralität zu erreichen, setzt ALDI SÜD bereits seit Jahren ein umfangreiches Paket an Maßnahmen um. Der erste Schritt war, den CO2-Ausstoß immer weiter zu senken. Dafür haben wir in allen Bereichen in modernste Technik investiert. So überwachen und verbessern wir beispielsweise kontinuierlich die Energieeffizienz unserer Filialen und Logistikzentren. Außerdem verwenden unsere Kühltruhen und -Regale klimaverträgliche Kältemittel, und bei unserer LKW-Flotte achten wir auf modernste Technik und optimale Streckenplanung.

Ein zweiter wichtiger Schritt war, einen großen Teil unseres Stromverbrauchs mit grüner und selbst gewonnener Energie abzudecken. Zahlreiche Filialen und Logistikzentren sind mit Photovoltaik-Anlagen ausgestattet. Der restliche Bedarf wird ab 2017 ausschließlich mit Grünstrom gedeckt, bei dessen Erzeugung, beispielsweise in Wasserkraftwerken, ebenfalls kein CO2 entsteht. Den Ausstoß von CO2 können wir trotz unserer klimaschonenden Maßnahmen natürlich nicht zu 100 Prozent vermeiden. Deshalb kompensiert ALDI SÜD in einem dritten Schritt alle verbleibenden Emissionen seines CO2-Fußabdrucks gemeinsam mit PRIMAKLIMA über zertifizierte Aufforstungsprojekte in Bolivien und Uganda. Mehr zu dem Aufforstungsprojekt in Uganda gibt es hier zu lesen.

Auch kleine Maßnahmen zählen

Das alles sind große Schritte. Um unser Ziel zu erreichen, kommt es jedoch auch auf die kleinen an. Das sind die Tipps und Regeln, die unsere Kolleginnen und Kollegen Tag für Tag bei der Arbeit anwenden und befolgen. Teilweise sind das selbstverständliche Dinge, die sich in jedem Haushalt anwenden lassen: Offen stehende Truhendeckel schließen, Licht in ungenutzten Räumen ausschalten, Spülmaschine möglichst nur in gefülltem Zustand einschalten, ständig gekippte Fenster vermeiden, stattdessen stoßlüften. Spezielle Maßnahmen sind zum Beispiel, dass unsere Kolleginnen und Kollegen in den Filialen vor und nach der Öffnungszeit mit einem Drittel der Beleuchtung arbeiten. Sobald sie die Kühlregale befüllt haben, schließen sie sofort deren Rollos, damit sich die Kälte darin besser hält. Um die Luftzirkulation optimal zu nutzen und damit die Kühlung im Regal zu verbessern, achten unsere Mitarbeiter darauf, dass Artikel nicht die Rückwand berühren oder vorne am Regal überstehen.

Im Idealfall geht das Engagement für ein besseres Klima nach Feierabend weiter. Um das zu fördern, hat ALDI SÜD den Wettbewerb „Klimahelden“ gestartet. Belohnt werden sollen damit umweltbewusste ALDI SÜD Mitarbeiter. Wer zum Beispiel sein Haus klimafreundlich gestaltet hat, mit dem Fahrrad oder dem Bus statt mit dem Auto zur Arbeit kommt oder sonst einen Beitrag zum Klimaschutz leistet, kann bei dem Gewinnspiel mitmachen.

Virtueller Wald

Zurück zu unserer Winterlinde. Sie allein kann natürlich nur einen sehr kleinen Beitrag zur Senkung unseres CO2-Ausstoßes leisten. Deshalb sorgen wir dafür, dass sie Unterstützung bekommt – durch ein Gewinnspiel. Denn unter aldi-sued.de/klimaneutral können unsere Kunden einen virtuellen Wald pflanzen. Für jeden online gepflanzten Baum, pflanzt ALDI SÜD zusammen mit dem gemeinnützigen Verein PRIMAKLIMA einen echten Baum. So entsteht im Frühjahr 2017 in Lindlar (NRW) ein Wald mit bis zu 12.800 Bäumen. Wer mitmacht, unterstützt nicht nur unser Klima-Engagement, sondern hat auch die Möglichkeit, eines von vier Elektrofahrrädern der Marke Prophete zu gewinnen.

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Melissa Stolz
Melissa Stolz
Ich bin 27 Jahre alt und bin in der Internen Kommunikation von ALDI SÜD als rasende Reporterin unterwegs. In unseren internen Medien berichte ich über alles, was die Mitarbeiter im ALDI SÜD Gebiet interessiert. „Nach der Arbeit bei ALDI“ heißt für mich nicht selten „Vor dem Einkaufen bei ALDI“: Als gebürtige Rheinländerin war ALDI SÜD von klein auf mein Stamm-Supermarkt. Was bei mir fast immer im Einkaufswagen landet: American Cookies.

3 Kommentare

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Hallo Aldi-Team, ein super Ansatz! Hervorragende Ziele, bin froh, so einen Vorreiter in unserer Discounter Landschaft zu haben! Sind eure Errungenschaften auch einsehbar? Ist beispielsweise die neue Filiale in Friedberg/Derching bereits klimaneutral? Ich denke da an die Art von Google für alle ihre Standorte Stromverbrauch und Quelle offen zu legen. Aber viel wichtiger wäre mir folgendes: ihr seid die Richtigen, Plastiktüten als Erste komplett aus eurem Sortiment zu nehmen! Sie sind nicht notwendig, Kunden stellen sich schnell auf Stofftaschen und Einkaufskörbe um. Ich weiß wir leben in einem Land, in dem die Plastiktüte normalerweise im Restmüll landet und verbrannt wird aber selbst wenn nur jede 1000. Tüte in der Natur entsorgt wird sind das 68 Tonnen pro Jahr (Quelle: Umweltbundesamt) Wenn man die überwältigenden Bemühungen der "Bye bye plastic bags" Mädels ansieht ist es unsere Pflicht Plastiktüten den Kampf anzusagen. Die Politik ist da leider noch nicht so weit aber ihr als verantwortungsbewusster Vorreiter könnt das anpacken! Vielen Dank im Voraus, Anton
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PS: Wenn ihr es anpacken solltet, dass an den Kassen keine Plastiktüten mehr ausgegeben werden, würde ich gerne eine "Bye bye plastic bag"-Organisation auch für Deutschland gründen um das ganze etwas größer aufzuziehen, damit auch andere folgen.
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    Melissa Stolz
    Hallo Anton, vielen lieben Dank für Deinen Kommentar. Wir setzen uns, wann immer es möglich ist, für Müllvermeidung ein, und versuchen stets, auf unnötige Umverpackungen zu verzichten. Jedoch sind Verpackungen in einem gewissen Umfang aus hygienischen und/oder transporttechnischen Gründen unvermeidlich. Unsere Einkaufsabteilung sucht für jedes Produkt die beste Verpackung. Die Beurteilung erfolgt hierbei individuell und ist von unterschiedlichen Faktoren abhängig. Die Tragetasche wird nach den Vergaberichtlinien des Labels „Blauer Engel“ hergestellt und besteht größtenteils aus Recyclingmaterial. Außerdem bieten wir unseren Kunden Alternativen, wie Allzwecktaschen und die Color-Einkaufstasche, an. Viele Grüße, Melissa
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