Wir sind für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis nominiert

Wer sind Deutschlands nachhaltigste Unternehmen? Mit dieser Frage haben sich Nachhaltigkeitsexperten in Berlin beschäftigt und insgesamt 33 Unternehmen im Wettbewerb um den Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2018 nominiert. Der Preis wird von der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis in Zusammenarbeit mit der Bundesregierung vergeben. Seit 2008 werden Organisationen gewürdigt, die in vorbildlicher Weise ihren wirtschaftlichen Erfolg mit sozialer Verantwortung und Schonung der Umwelt verbinden und nachhaltiges Handeln zu weiterem Wachstum nutzen.

Der exzellente Ruf des Deutschen Nachhaltigkeitspreises kommt nicht von ungefähr.

Die Bewerbungen der Unternehmen werden von der hochkarätigen Expertenjury unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Günther Bachmann, Generalsekretär des Rates für Nachhaltige Entwicklung, intensiv geprüft. So mussten wir detailliert unsere Chancen, Ziele und Herausforderungen in Bezug auf Nachhaltigkeit erläutern.

Heute können wir sagen: Der Aufwand hat sich gelohnt! Denn ALDI SÜD ist nominiert! Neben uns stehen das Technologieunternehmen 3M, der Touristikkonzern Tui Group, der Telekommunikationsriese Telekom, der Pumpenhersteller Wilo und der Einrichtungskonzern Ikea in der Bestenliste der Kategorie „Deutschlands nachhaltigstes Großunternehmen”.

ALDI SÜD setzt Zeichen für Umwelt und Gesellschaft

Laut der Jury des Deutschen Nachhaltigkeitspreises treiben wir vor allem in den Bereichen Einkaufsstrategien und Transparenzschaffung im Vergleich zu anderen Discountern wegweisende und vielfältige Nachhaltigkeitsinitiativen voran. Außerdem wurde uns im Bereich ökologische Nachhaltigkeit weit fortgeschrittenes Engagement bescheinigt. So handeln wir seit 1. Januar 2017 als erster großer Lebensmittelhändler in Deutschland klimaneutral.

Über dieses Lob für unserer Arbeit freuen wir uns natürlich sehr. Und, dass wir der erste Discounter in der Bestenliste sind, bestätigt, dass wir uns mit unseren Maßnahmen auf den richtigen Weg gemacht haben und mit unserer Arbeit Maßstäbe setzen:

  • Unsere Klimaneutralität erreichen wir neben Effizienzmaßnamen unter anderem durch die Nutzung von 100% Grünstrom. Verbleibende Treibhausgasemissionen kompensieren wir durch zertifizierte Aufforstungsprojekte.
  • Außerdem haben wir uns entschlossen, zukünftig vollständig auf Einwegtüten zu verzichten. Damit gehen wir einen Schritt weiter als unsere Wettbewerber und verzichten nicht nur auf umweltbelastende Plastik-Wegwerftüten, sondern auch auf die vielerorts gängigen Papiervarianten.
  • 6,5 Prozent unseres Lebensmittelumsatzes mit Eigenmarken erzielten wir 2016 mit Bio-Produkten. Laut GfK sind wir damit in unserem Vertriebsgebiet der führende Anbieter von Bio-Lebensmitteln. Und die Albert-Schweitzer-Stiftung zeichnete uns als „veganfreundlichsten Discounter 2017“ aus.
  • Durch unser integratives betriebliches Gesundheitsmanagement möchten wir die Arbeitsfähigkeit unserer Mitarbeiter langfristig erhalten. So bieten wir beispielsweise all unseren Mitarbeitern die Möglichkeit, an einem kostenlosen Rückencheck teilzunehmen. Langfristigkeit ist uns auch in unseren Arbeitsbeziehungen wichtig – so besitzen nahezu 100 Prozent (99,6%) unserer Mitarbeiter unbefristete Arbeitsverträge.
  • Über unser Kerngeschäft hinaus erzielen wir durch unser gesellschaftliches Engagement eine breite Wirkung im Bereich Kinder- und Jungendförderung. Wir unterstützen die gemeinnützige Organisation Auridis sowie verschiedene andere soziale Organisationen (MENTOR – Die Lesehelfer, Stiftung Lesen, GemüseAckerdemie, Manuel Neuer Kids Foundation) mit Spenden in Höhe von mehr als 8 Millionen Euro jährlich.

Nachdem wir nach der Nominierung noch einmal detaillierte Zusatzinformationen für die Jurysitzung zusammengestellt haben, sind wir nun gespannt, wen die Expertenjury am Ende als Gewinner küren wird.

Unabhängig davon, wer den Preis erhalten wird, sind wir sehr stolz.

Wir bleiben auf jeden Fall am Ball und sehen die Nominierung als Motivation, unser Nachhaltigkeitsengagement weiter auszubauen. Verantwortliches Handeln haben wir fest in unserem Tagesgeschäft verankert und unser Ziel ist es, nachhaltigere Produkte für Verbraucher und Handel zur Selbstverständlichkeit zu machen.

Weitere Informationen zu unserem Nachhaltigkeitsengagement finden Sie hier.

Kommentare

Auf Plastiktüten verzichten anderen Supermärkte/ Discounter schon sehr lange bei mir in der Stadt.
Aldi Süd leider nicht.

Martina Mayer
    Dr. Julia Adou

    Liebe Frau Mayer,
    um bestehende Verträge mit unseren Lieferanten einzuhalten, nehmen wir die Wegwerftüten nicht sofort aus dem Sortiment. Die neue Tasche wird daher ab Oktober zunächst in der Region München angeboten. Nach und nach wird das Mehrwegmodell dann in allen ALDI SÜD Filialen eingeführt und die Wegwerftüten aus dem Sortiment gestrichen. Die komplette Umstellung wird Ende 2018 abgeschlossen sein.

    Viele Grüße
    Dr. Julia Adou

    Dr. Julia Adou

Das eine Supermarktkette für eine Umstellung von Wegwerftüten auf das Mehrwegmodell von jetzt bis Ende 2018 benötigt, halte ich für mehr als fragwürdig. Wobei das Thema ja auch schon ein alter Hut ist. „Deutschlands nachhaltigstes Großunternehmen” benötigt über 2 Jahre um Plastiktüten abzuschaffen.
Herzlichen Glückwunsch zur Nominierung.

Jan
    Dr. Julia Adou

    Hallo Jan,
    dieses Thema wird schon länger öffentlich behandelt, das ist richtig. Uns geht es jedoch nicht darum, die ersten zu sein, sondern darum, eine sinnvolle Lösung und eine nachhaltigere Alternative anzubieten. Papiertüten sind dies nach aktuellem Stand nicht, da ihre Herstellung einen großen CO2-Ausstoß zur Folge hat. Nach und nach werden wir daher in allen Filialen eine neue Mehrwegvariante anbieten, die in Deutschland hergestellt wird und aufgrund ihres hohen Recyclinganteils den Blauen Engel trägt. Auch wollen wir nicht, dass bereits produzierte Plastiktüten unnötig vorzeitig entsorgt werden.

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Julia Adou

    Dr. Julia Adou

Guten Morgen Frau Dr. Adou,
ich hatte gestern in einer Aldi Süd-Filiale beim “Chef” nachgefragt, ob die zwei übrig gebliebenen Betten, welche an den am Karton aufgerissenen Stellen sichtbare Kratzer am Holz hatten, günstiger verkauft werden. Die Antwort lautete nein, sie würden zurückgeschickt und verschrottet werden. Wie passt das mit Ihrem Umweltgedanken und der Nachhaltigkeit zusammen? Lieber verschrotten, als günstiger zu verkaufen und das Produkt noch zu nutzen…Über diese Aussage rege ich mich heute Morgen noch auf.

Anke L.
    Dr. Julia Adou

    Guten Morgen,
    wir können nachvollziehen, dass die Antwort unseres Mitarbeiters im ersten Moment auf Unverständnis bei Ihnen stößt. Wir legen stets großen Wert auf den Verkauf einwandfreier Ware; sowohl im Food-Bereich als auch im Nonfood-Bereich spielen Qualität und Sicherheit eine große Rolle. Das bedeutet, dass wir beschädigte Ware auch nicht vergünstigt anbieten, denn diese Ware, findet bei uns eine anderweitige Verwendung und wird teilweise an wohltätige Organisationen gespendet. Bereits reduzierte Artikel erfüllen bei uns dieselben Anforderungen wie Neuware, nur dass sie eben durch den reduzierten Preis schneller für mehr Platz und neue Artikel in unseren Filialen sorgen.

    Wir hoffen, Ihnen hiermit weitergeholfen zu haben.

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Julia Adou

    Dr. Julia Adou

Sehr geehrte Frau Adou,
ich begrüsse es , das auch Aldi langsam ganz auf Plastiktüten verzichten möchte. Nachvollziehen warum dieses einen so langen Zeitraum benötigt, kann ich nicht. Nicht nachvollziehen kann ich erst recht nicht, warum dann im Gegenzug die Plastikflut bei Ihnen zunimmt, alleine schon durch die neuen Kühltruhen, wo es dann Türme von Plastik gibt, in denen dann klein geschnittene Möhrchen und Gürkchen, Obstsnacks und andere nette Dinge verpackt sind. Ich weiss, nun kommt die Antwort, der Verbraucher erwartet es und da er mündig ist, kann er selbst entscheiden. Das sehe ich anders , es werden vom Handel Bedürfnisse geweckt, welche es gar nicht gab und viele greifen einfach zu, da es bequem ist und erst recht nicht nachgerechnet wird, wie teuer und erst recht umweltschädlich dieses ist. Das ist Plastikumverteilung

Doris
    Dr. Julia Adou

    Guten Morgen,
    unser Ziel war es, eine sinnvolle Lösung und eine nachhaltigere Alternative zu unseren Plastiktüten anzubieten. Aus diesem Grund hat die Umstellung einige Zeit in Anspruch genommen. Außerdem versuchen wir stets, auf unnötige Umverpackungen bei Obst und Gemüse zu verzichten. Jedoch sind Verpackungen in einem gewissen Umfang aus hygienischen und/oder transporttechnischen Gründen unvermeidlich. Wir verstehen durchaus, dass es hier zu Irritationen kommen kann und dass unsere Entscheidungen infrage gestellt werden. Seien Sie versichert: Unsere Einkaufsabteilung entwickelt für jedes Produkt die beste Verpackung. Die Beurteilung erfolgt hierbei individuell und ist von unterschiedlichen Faktoren abhängig.

    Wir würden uns freuen, wenn wir Ihnen unser Handeln verständlicher machen konnten. Das Thema der Müllvermeidung und Ressourcenschonung ist und bleibt auch weiterhin für uns aktuell. Der Einsatz neuer Möglichkeiten erwägen wir natürlich auch in Zukunft fortwährend.

    Wir hoffen, Ihnen hiermit weitergeholfen zu haben.

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Julia Adou

    Dr. Julia Adou

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