Er war das Lieblingsgetränk von Queen Mum, galt lange Zeit als etwas verstaubt, ist aber seit einiger Zeit als DAS Trendgetränk in den Bars weltweit zurück: Der Longdrink Gin Tonic!

Gin-Geschichte

Bei Gin handelt es sich um einen Wacholderschnaps. Als Erfinder gilt der holländische Arzt Franciscus Sylvius de la Boe, der im 16. Jahrhundert „Genever“ aus Wacholder  herstellte. Dieser wurde zur Bekämpfung von Fieberanfällen eingesetzt. Bald erkannte man jedoch auch den guten Geschmack des Schnapses. Der Genever verbreitete sich schnell in England, bekam den Namen „Gin“ und die Beliebtheit der herben Spirituose wuchs rasant an.

Damit Gin sich Gin nennen darf, beschreibt ein Gesetz, dass:

  • Gin aus jedem natürlichem Alkohol hergestellt werden darf,
  • nur natürliche Aromen (Botanicals) zugesetzt werden dürfen
  • und EU-Gin einen vorherrschenden Wacholdergeschmack sowie mindestens 37,5 Prozent Alkohol aufweisen muss.

Ausgezeichneter London Dry Gin bei ALDI SÜD

Wir haben am Samstag, den 30. Juni 2018 viele tolle Gins im Angebot. Darunter ist auch der „Oliver Cromwell Gin“, der für gewöhnlich bei ALDI in England erhältlich ist. Im letzten Sommer ging der Gin auch hierzulande durch die Medien, nachdem er von der International Wine & Spirits Competition (IWSC) mit Gold in der Kategorie Gin von 37% – 38% Vol. ausgezeichnet wurde.

Die gängigsten Gin-Sorten

London Dry Gin

Die häufigste Gin Sorte ist der London Dry Gin. Für diesen Gin gelten die schärfsten Regelungen bezüglich der Herstellung. Die Botanicals müssen alle zusammen vor dem ersten Brennvorgang hinzugegeben werden. Erst danach folgen mehrere Brennvorgänge. Zucker darf im Gegensatz zu anderen Gin Sorten nur sehr wenig hinzugefügt werden.
Geschmack: Charakteristisch für den Geschmack eines London Dry Gin sind intensive Wacholderaromen. Ebenso ist er, wie der Name schon sagt, trocken im Abgang.

Dry Gin

Die Auflagen an den Dry Gin sind etwas geringer als beim „London Dry Gin“. Die Botanicals dürfen dabei zu jeder Zeit in die Maische oder den fertigen Alkohol gegeben werden. Auch darf der Gin mit naturähnlichen Aromen und Farbstoffen versetzt werden. Der Einsatz von Zuckerzusatz ist jedoch auch beim Dry Gin streng reglementiert.
Geschmack: Dry Gin wird häufig zum mixen von Cocktails eingesetzt und gehört eher zu den bitteren Gins. Wacholderbeeren dominieren den Geschmack.

Plymouth Gin

Der Plymouth Gin ist im Gegensatz zum London Dry Gin eine geschützte Herkunftsangabe. Nur Gin der in der englischen Hafenstadt „Plymouth“ hergestellt wurde, darf diesen Namen tragen. Die Besonderheit ist der Verzicht von bitteren Botanicals bei der Herstellung und er wird mindestens 3-mal destilliert.
Geschmack: Plymouth Gin schmeckt süßlich, fruchtig und hat eine weniger ausgeprägte Wacholdernote.

Old Tom Gin

Old Tom Gin knüpft an den original Gin aus alter Zeit an. Im 16./17. Jahrhundert, als der Gin seinen Siegeszug in England feierte, war der Gin ziemlich bitter. Um ihn leckerer zu machen, versetzte man dem Gin etwas Zucker.
Geschmack: Old Tom Gin ist deutlich süßer als herkömmliche Gins. Dadurch wirkt der Geschmack lieblicher und fruchtige Noten kommen sehr gut durch. 

Reserve Gin

Die Lagerung im Holzfass ist eigentlich nur bei Whisky oder Cognac üblich, dennoch wagen immer häufiger Brennereien den Versuch ihren Gin im Holzfass auszubauen. Wichtig dabei ist, dass der Gin nicht zu lange im Fass lagert. Ansonsten gehen die feinen Aromen des Gins verloren.
Geschmack: Der Geschmack eines Reserve Gin unterscheidet sich zum einen durch die verwendeten Botanicals und zum anderen durch das Holzfass in dem der Gin noch etwas lagern durfte. Bei der Art des Holzfasses gibt es viele Möglichkeiten wie Sherryfässer, Brandyfässer oder Bourbonfässer. Durch das Holz erhält der Gin erdige, holzige Aromen, teilweise auch Raucharomen.

Genever

Genever ist die Mutter des heute bekannten Gins und vor allem in den Niederlanden weiterhin verbreitet. Diese Urform des Gin galt bist ins frühe Mittelalter in Holland als weiterverbreitetes Medikament auf Wacholderbasis. Die Herstellung ist etwas aufwändiger als die des Gins. Beim Genever wird zunächst eine Art Maische, die oft aus Roggen, Gerste oder Weizen besteht gebrannt. Anschließend wird Agraralkohol mit verschiedenen Botanicals destilliert. Zum Schluss mischt man beide Destillate.
Geschmack: Genever ist im Vergleich zum Gin süßlicher, malziger und runder. Kräuter-Aromen die beim Gin auch mal scharf oder bitter sein können, werden durch den Getreideanteil im Genever verdeckt oder gemildert.

Gin und seine positiven Eigenschaften

Klar, Gin ist hochprozentiger Alkohol und man sollte ihn daher als Genussmittel in Maßen genießen. Dann hat er aber auch ein paar positive Eigenschaften für unsere Gesundheit!

Entgiftend: Gin besteht aus Wacholderbeeren sowie Essenzen von Koriander, Salbei und Rosmarin. Vor allem Wacholderbeeren und Koriander regen die Nierenfunktion an.
Hilfe bei Heuschnupfen: Durch die Gärung haben Getränke wie Wein, Bier und Gin einen erhöhten Histamingehalt.
Verdauungsfördernd: Wacholderbeeren regen mit ihren Inhaltsstoffen sanft den Verdauungstrakt an.
Anti-Aging: Die enthaltenen Anti-Oxidantien bekämpfen freie Radikale und lassen den Teint strahlen.
„Medikamentenersatz“: Die heilende Wirkung der Wacholderbeere soll vor Malaria, Rheuma oder Arthritis schützen und hilft auch bei Husten oder Lungenproblemen.
Immun- und Herz-Kreislauf-System: Die Wacholderbeere enthält Falvonoide, die sich positiv auf das Herz-Kreislauf-System auswirken, vor Verkalkungen schützen und das körpereigene Immunsystem stärken.
Kalorienarm: Im Gegensatz zu vielen anderen alkoholischen Getränken, enthält Gin relativ wenige Kalorien (42 kcal je 2 cl). Gin Tonic hat meist zwischen 135 und 150 Kalorien pro 200 Mililiter.

Klassisches Gin & Tonic Rezept

Die Zutaten des klassischen Gin & Tonics bestehen wie der Name schon sagt vornehmlich aus Gin sowie Tonic Water.

Zutaten

  • 4 cl Gin (Die Mischverhältnisse von Gin und Tonic Water variieren, je nach Geschmack, von 1:1 bis 1:4)
  • Tonic Water
  • Eiswürfel
  • je nach Geschmack Zitronen-, Limetten- oder Orangenzesten, Gurkenscheiben, Kräuter wie Rosmarin, Thymian oder Basilikum oder auch Früchte wie Blaubeeren, Himbeeren oder Apfel

Zubereitung

  1. Den Gin in das Glas geben.
  2. Das Tonic Water langsam in das Trinkgefäß füllen, damit möglichst wenig Kohlensäure entweicht.
  3. Nun das Glas mit Eiswürfeln auffüllen und vorsichtig umrühren.
  4. Abschließend je nach Wunsch mit Zitrusfrüchten, Gurke oder Kräutern verfeinern.

Ich trinke Gin & Tonic am liebsten mit Gurke oder mit Rosmarin und Blaubeeren. Welche Variante bevorzugt ihr?

Kati Kletzel-Lomp
Kati Kletzel-Lomp
Bei ALDI SÜD arbeite ich im Social Media Team und kümmere mich vorwiegend um unsere Influencer Kooperationen, drehe Instagram Storys und denke mit meinen Kollegen unsere Kampagnen „Social“. Das sind meine Lieblingsprodukte: Frisches Obst und Gemüse, Humus sowie unser Granatapfelsaft aus der Kühlung. Seitdem ich bei ALDI SÜD arbeite freue ich mich schon immer Wochen im Voraus auf bestimmte Aktionsartikel…

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