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Im Sommer fegte ein Hagelsturm über die Obstplantagen von Apfelbauer Maik Stölken hinweg. Das Alte Land, wo seine und viele weiter Obstbäume stehen, ist das größte zusammenhängende Obstanbaugebiet Nordeuropas. 80 Prozent der Ernte war hier buchstäblich verhagelt. Immer wieder kommt es vor, dass die Äpfel von starkem Hagel gezeichnet sind. Auch Sonne und Frost können Äpfeln einen „Wetterschaden“ zufügen. Das ändert am guten Geschmack der Äpfel erstmal nichts. Aber sie sehen nicht mehr so schön und makellos aus, wie es sich viele Verbraucher wünschen. Wir bei ALDI möchten genau diese „Wetteräpfel“ an unsere Kunden bringen, denn sie schmecken nicht nur köstlich, sondern mit ihrem Verkauf unterstützen wir auch heimische Apfelbauern. Ihre Äpfel mit Wetterschaden landen im Most, sondern bei euch zu Hause. Besonders lecker schmecken sie im Apfelkuchen, Apfelmus oder in unseren weihnachtlichen Desserts.

Interview mit Apfelbauer Maik Stölken

Wir haben mit Apfelbauer Maik Stölken gesprochen, dessen „Wetteräpfel“ ihr in dieser Woche wieder bei ALDI kaufen könnt.

 Wie war der Tag des Unwetters im Juni für Sie?

Erstmal war es ein üblicher Samstag. Ich war auf unserem Hof beschäftigt, bis meine Frau anrief. Sie war in Hamburg auf dem Wochenmarkt und hatte eine Autopanne. Also bin ich los, um ihr zu helfen. In Hamburg war das Wetter ganz normal für einen Junitag. Aber bei uns zu Hause, etwa eine Stunde außerhalb von Hamburg, wütete genau in dieser Zeit ein heftiges Unwetter. Von dem haben wir in Hamburg nichts mitbekommen.

Was hat Sie dann zu Hause erwartet?

Noch während wir unterwegs waren, haben sich Kollegen und Freunde gemeldet. So haben wir von dem Sturm erfahren. In unseren Whatsapp-Gruppen wurden Bilder verschickt. Das passiert bei einem normalen Unwetter natürlich nicht. Daher war mir schnell klar, dass die Ausmaße diesmal spürbar sein würden.  Bei einem Sturm bleiben wir eigentlich immer cool. Wechselndes Wetter gehört im Obstanbau natürlich dazu. Aber was sich da abgespielt hat, war schlichtweg eine Katastrophe für uns. Das kann sich jeder vorstellen: Wir haben ein Jahr Arbeit in unsere Äpfel gesteckt und dann kommt ein Hagel und alles ist dahin. Ein fürchterliches Gefühl. Zu Haus angekommen wusste ich gleich: Das wird ein schwieriges Jahr.

 

Was passiert mit einer „verhagelten“ Ernte?

Dass in einige Jahren ein Teil der Ernte verhagelt, ist ganz normal. Es gehört sozusagen zum Geschäft. Äpfel wachsen in der Natur und die Natur hat nun mal ihre Launen. In einem normalen Jahr haben wir auf bis zu zwei Prozent der Anbaufläche Wetterschäden. Das planen wir mit ein. Daraus wird dann leckerer Saft. Nach diesem Unwetter war aber ein Viertel des ganzen Anbaugebiets betroffen. Ich selbst habe 20 Hektar Apfelbäume. Nach dem Sturm waren davon fast 80 Prozent beschädigt. Über das Angebot von ALDI, die Wetteräpfel zu vermarkten und uns damit zu unterstützen, haben wir uns natürlich sehr gefreut.

Wertschätzung für heimische Apfelbauern

Was bedeutet die Vermarktung der Wetteräpfel bei ALDI für Sie als Apfelbauern?

Vor allem eines: Wertschätzung. In den Äpfeln steckt ja die gleiche Arbeit. Dass wir die Äpfel dann bei ALDI verkaufen können, gibt uns Obstbauern ein gutes Gefühl. Die Äpfel schmecken ja nicht schlechter, sie sehen nur nicht perfekt aus. Wir wissen, dass viele Kunden das Angebot toll finden, einige fragen sogar gezielt danach. Dazu trägt sicher auch die aktuelle Diskussion um mehr Klimaschutz und ein bewusstes Leben bei. Jeder möchte etwas Gutes tun. Wertschätzung für Lebensmittel gehört da einfach dazu.

Sie als Apfelbauer haben sicher einen guten Tipp für unsere Kunden. Was braucht man für den perfekten Apfelkuchen?

Jedenfalls keine perfekten Äpfel, zumindest nicht äußerlich. Das Schöne ist ja, dass man Apfelkuchen das ganze Jahr über essen kann. Wir backen auch immer sehr viel für unsere Erntehelfer. Am liebsten esse ich einen klassischen gedeckten Apfelkuchen. Auch wenn ich hier für die Äpfel spreche, richtig lecker wird es erst mit einem Klecks Sahne. Jetzt zu Weihnachten am liebsten mit einer Prise Zimt darüber.

Wetteräpfel für leckeren Apfelkuchen

Die Wetteräpfel gehören übrigens zu unseren „Krummen Dingern“. Das ist Obst mit Schönheitsfehlern, das ALDI SÜD im Sortiment hat und sich damit für die Wertschätzung von Lebensmitteln einsetzt. Probiert doch mal ein Rezept mit unseren leckeren Wetteräpfeln aus. So könnt ihr euch selbst davon überzeugen, dass sie im Apfelkuchen, Apfelmus oder Apfelpfannkuchen mindestens genauso gut schmecken wie ihre makellosen Geschwister. Aber auch unverarbeitet schmecken sie ganz wunderbar.

Noch mehr Nachhaltigkeit: Aus Resten der Apfelsaftproduktion entstehen übrigens unsere essbaren Trinkhalme, die aus unserer Kooperation mit Start-Ups entstanden sind.

 

 

 

Carolin Kunsleben
Carolin Kunsleben
Ich bin Teil des Presseteams und versorge Journalisten mit Informationen aus der vielfältigen ALDI SÜD Welt. Dabei beschäftige ich mich vor allem mit den Nachhaltigkeits- Themen. Das sind meine Lieblingsprodukte: der Rote Bete-Meerrettich-Aufstrich, der Super Fruit-Saft und das Premium-Knusper-Müsli – natürlich ohne Rosinen. Seitdem ich bei ALDI SÜD arbeite, lass ich mir so richtig viel Zeit beim Einkaufen.

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