Waschmittel mit Geschichte

Das ALDI Waschmittel Tandil ist ein alter Hase unter unseren Produkten – 1968 erstmals in den Filialen verkauft, feiert unsere Eigenmarke für saubere und duftende Wäsche nun schon ihren 50. Geburtstag. Nachdem Tandil anfangs nur als Vollwaschmittel im 3 kg-Tragekarton erhältlich war, wandert unser Waschmittel mittlerweile auch für feine und dunkle Wäsche und sogar in Form von Caps über die ALDI Kassenbänder. Anlässlich des 50. Geburtstages steht seit dem 9. Juli zusätzlich eine limitierte Produktreihe aus Voll- und Colorwaschmittel mit Jubiläumsduft in flüssiger und Pulverform in unseren Filialregalen. Und ich habe mich bei der Gelegenheit gefragt: Seit wann gibt es überhaupt Waschmittel und wie hat es sich über die Jahre verändert?

Waschen vor mehr als 100 Jahren

Bei meiner Recherche stellt sich schnell heraus: Waschen war nicht immer eine schöne Angelegenheit – und auch keine ungefährliche. Bevor es Waschmittel gab, wurde dreckige Kleidung in Chlorwasser eingeweicht und anschließend geknetet, gerieben, gespült, gewrungen. Am Ende waren die Textilien nur notdürftig sauber, aber die Hände oft blutig gerieben, die Schleimhäute von dem Chlor verätzt und die Augen trüb. Aussicht auf ein Ende der Wasch-Tortur gab erstmals eine Anzeige in der Düsseldorfer Zeitung vom 6. Juni 1907: Sie informierte über das „erste selbsttätige Waschmittel“ der Welt, ganz ohne Chlor. Ihr nahezu wunderbares Versprechen: Eine saubere Wäsche nach nur 30 Minuten kochen mit dem neuen Mittel der Firma Henkel.

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Tandil hat sich über die Zeit sowohl äußerlich als auch innerlich verändert.

Persil, die Mutter aller Waschmittel

Die Formel des neuen Mittels bestand aus Natriumperborat und -silikat. Aus dem -per- und dem -sil- der Namen der beiden Bestandteile ergab sich der Name der Weltneuheit: „Persil“. Das Besondere an der Zusammensetzung: Aus dem Perborat perlt beim Kochen Sauerstoff, der im Gegensatz zum ätzenden Chlor textilschonend und geruchsfrei bleicht. Die Formel, auf der alle heutigen Waschmittel beruhen, war geboren. 1950 wurde weiße Wäsche dann noch weißer: Der erste optische Aufheller kam auf den Markt. Der nächste Meilenstein folgte schon 1959, als die Waschmittel-Hersteller zunehmend von Naturseife auf synthetische Waschmittel umsattelten. Die ersten Waschmaschinen kamen erst sechs Jahre später auf den Markt – genau zur richtigen Zeit, da in den 70er Jahren zunehmend empfindlichen Textilfasern, wie Nylon und Perlon, beliebt wurden.1969 folgte mit dem Zusatz von Enzymen die erste Waffe gegen Eiweißflecken und damit die nächste sensationelle Erfindung in der Waschmittel-Branche.

Das Waschmittel heute

Heutige Waschmittel setzen sich aus rund 30 verschiedenen Komponenten zusammen. Aus den ständig wechselnden Formeln lässt sich vor allem das steigende Umweltbewusstsein ablesen: In den 30er Jahren wurde Phosphat als Waschmittel-Zusatz zur Vermeidung von Kalkablagerungen bei hartem Wasser noch gefeiert. Inzwischen sind in Deutschland zu Gunsten der Umwelt alle Haushaltswaschmittel phosphatfrei. Genau wie unser Waschmittel Tandil, das 1986 von Phosphat befreit wurde. Stattdessen enthärtet eine Kombination von Silikatverbindungen und Polycarboxylaten das Waschwasser. Diese Innovationen ebneten auch den Weg für Kompaktwaschmittel in Form von Granulaten und Tabletten. Diese Konzentrate haben nicht nur ein deutlich reduziertes Volumen und eine bessere Handlichkeit. Sie erleichtern auch das sparsame und damit umweltschonende Dosieren. Auch Tandil erschien im Jahr 1990 erstmals als Kompaktwaschmittel im handlicheren 2 kg-Karton.

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Zum Geburtstag gibt es Tandil zeitweise mit Jubiläumsduft zu kaufen.

Bunte Zeiten

Zu bedeutenden Fortschritten in Sachen Waschmittel kam es auch in den 80er-Jahren, als die Kleidung immer schriller und bunter wurde. Dem Trend folgend entwickelten Hersteller Color-Waschmittel, die bunte Farbe in Textilien trotz mehrmaligem Waschen erhalten sollten. So auch ALDI SÜD und ALDI Nord mit dem ersten Tandil Colorwaschmittel, das im Jahr 1992 erstmals in den Filialen stand. Die Formel von Colorwaschmitteln enthält keine Bleichmittel, dafür spezielle Substanzen zum Schutz der Farben. Diese behindern die Bewegungsfreiheit von abgelösten Farbpartikeln und verhindern so, dass sie sich erneut im Gewebe festsetzen und es verfärben.

Eine spannende Geschichte, die das Waschmittel – und damit auch unser Tandil – hinter sich hat. Wie Waschen wohl nach weiteren 50 Jahren aussehen mag?

Kommentare

An Tandil habe ich recht recht viele Kindheiterinnerungen.

Ich bin 1971 geboren und meine Mutter hat mich als kleiner Junge öfters in unseren örtlichen ALDI geschickt um zwei Paket Tandil zu holen.Das war dann immer eine Schlepperei.

Bei meiner Mutter heisst Tandil noch immer gleichbedeutend für Vollwaschmittel.

Ausserdem gab es noch das Feinwaschmittel KÜR-Fein

Uwe Bönigk

Kurzer Nachtrag noch:
Tandil ist auch einer der Artikel die ich mit meiner Kindheit verbinde.
Neben Nutoka, Nussknacker, Tropengold
und man mag es kaum glauben Pepsi und Mirinda Dosen die wir in den Urlaub mitnahmen und Nimm 2 Bonbons.
Und natürlich ALBRECHT Kaffee in Dosen.
Und ALI Puiverkaffee.
Und später Trendy Haarlack.
Und Benny Haarshampoo.

Uwe Bönigk
    Sonja Schärf

    Hallo Uwe,

    wir finden es richtig schön, dass du so viele positive Kindheitserinnerungen mit unseren Marken verbindest! Über so treue Kunden freuen wir uns natürlich sehr.

    Beste Grüße

    Sonja Schärf

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