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Seit einigen Tagen ernähre ich mich nun vegan und merke, dass es trotz kleinerer Start-Schwierigkeiten gar nicht so kompliziert ist. Ob ich aber für immer auf tierische Produkte verzichten könnte? Zum jetzigen Zeitpunkt schwer zu sagen. Umso mehr beeindrucken mich Menschen, die bereits seit vielen Jahren vegan leben. So auch unser Kollege Scott Thomas, der bei ALDI SÜD Obst und Gemüse einkauft. Ich habe Scott gefragt, wann und warum er beschlossen hat, vegan zu leben? Was das für seine Familie bedeutet und welche Tipps er für uns hat?

Annika stellt sich im Januar 2021 erstmals der Vegan-Challenge.

Scott, seit wann ernährst du dich vegan und wie ist es dazu gekommen?

Ich ernähre mich seit 2016 vegan. Als Sportschwimmer habe ich immer versucht, neue Ziele zu erreichen, sei es schneller zu werden oder längere Strecken zu schwimmen. Meine Leistung konnte ich allein durch das Training nicht mehr verbessern. Daher habe ich meine Ernährung umgestellt, um leistungsfähiger zu werden. Leider trat genau das Gegenteil ein. Proteinshakes und sogenannte Supplemente, die den Muskelaufbau fördern sollen, halfen nicht. Der Blog eines Ausdauersportlers, der sich rein pflanzlich ernährt, hat mich auf die vegane Ernährung aufmerksam gemacht. Ich war neugierig und musste es natürlich direkt selbst ausprobieren. Mein vierwöchiger Test wurde zu drei Monaten, dann zu sechs Monaten und schließlich bin ich dabeigeblieben.

Das tollste am Veganismus ist übrigens der Start. Ich habe regelrecht gespürt, wie schnell mein Körper sich bei einer vollwertigen pflanzlichen Ernährung regeneriert. Ich wurde leistungsstärker, war ausgeruhter am Morgen und hatte den ganzen Tag direkt mehr Power.

Scott Thomas, der bei ALDI SÜD Obst und Gemüse einkauft, lebt seit vier Jahren vegan.

 Vegan leben, was heißt das für dich? 

Die Umstellung auf ein rein veganes Leben funktionierte recht schnell. Anfangs habe ich mich nur „plant based“, also rein pflanzlich ernährt. Je mehr man sich mit dem Thema beschäftigt, desto mehr wird man mit den ethischen Aspekten konfrontiert. Daher ersetzte ich beim nächsten Einkauf direkt Kosmetik und Haushaltsmittel durch vegane Produkte. Bei der Kleidung ist es etwas schwieriger. Die Lederschuhe oder Gürtel, die ich besitze, habe ich nicht entsorgt. Die trage ich solange, bis es nicht mehr geht, schließlich wurden dafür tierische Produkte verarbeitet.

Das Wohl von Tieren ist mir sehr wichtig. In unserer Familie gibt es einige Haustiere, die wir alle irgendwie gerettet haben: ein Pferd, einen Hund aus Rumänien und eine Katze aus dem Tierheim. Die Katze ist das einzige Familienmitglied, das nicht vegan lebt. Das geht auch nicht anders, da es in ihrer Natur liegt, Fleisch zu fressen. Unser Hund hingegen wird rein pflanzlich ernährt und er ist bei bester Gesundheit, was auch der Tierarzt bestätigt. Das Angebot an veganem Hundefutter ist mittlerweile sehr breit.

Wie funktioniert die vegane Lebensweise im Alltag?

Generell funktioniert alles Bestens. Mittlerweile hat sich der Freundes- und Bekanntenkreis darauf eingestellt, wenn wir zum Essen eingeladen werden. Gerne biete auch ich bei Geburtstagen und anderen Festivitäten an, etwas mitzubringen. Dann muss sich der Gastgeber nicht darum kümmern. Aber mittlerweile ist das vegane Angebot an Lebensmitteln ja riesig, sodass das kein Problem darstellt.

Hast du Tipps für alle, die am Veganuary teilnehmen und den Monat durchhalten wollen?

Durchhalten hört sich so anstrengend und gequält an. Jeder sollte sich im Klaren darüber sein, warum er das machen möchte. Für alle, die ein Ziel haben, wird es definitiv einfacher. Es kann viele Gründe geben, wie zum Beispiel der gesundheitliche Aspekt. Viele möchten nach den Feiertagen das Gewicht wieder unter Kontrolle bekommen. Oder aber der nachhaltige Konsum zur Schonung der Ressourcen. Oder vielleicht der ethische Aspekt, um Tiere zu schützen.

Wer Angst hat, durch die vegane Ernährung zuzunehmen, den kann ich beruhigen. Niemand sollte Angst vor zu vielen Kohlehydraten haben. Eine vegane Ernährung heißt auch nicht nur Salat und Tomaten zu essen und Fleisch zu ersetzen. Reis, Nudeln und Kartoffeln sind vegan, machen satt und sind gute Nährstofflieferanten.

Gibt es im Alltag auch mal Schwierigkeiten und wie lassen sich diese lösen?

Probleme im Alltag gibt es kaum noch. Eine Einladung ins Steakhouse könnte schwierig werden, aber auch dort gibt es Alternativen. Viele Köche sehen es sogar als Herausforderung an, abseits der üblichen Speisen etwas Anderes zu kochen. Zur Not gibt es die Beilagen als Hauptspeise. Folienkartoffeln mit gegrilltem Gemüse und Salat sind sehr lecker und fast überall zu haben.

Was ist dein persönliches veganes Lieblingsprodukt von ALDI SÜD?

Ich esse gerne Wraps. Deswegen sind unsere Wraps die Geheimwaffe für Geschäftsreisen oder auch für zu Hause. Mit unserem Hummus bestrichen, mit Salat und eingelegten trockenen Tomaten bilden sie ein schnelles, gesundes und sättigendes Gericht. Oder als Burritos aus dem Ofen, gefüllt mit Chili sin Carne und veganem Käse überbacken, schmecken sie wunderbar.

 

Annika Büschken
Annika Büschken
Als Teil des Teams Corporate Communication bin ich Schnittstelle zu Journalisten und Medienvertretern und versorge diese mit spannenden und vielseitigen Infos rund um ALDI SÜD. Das sind meine Lieblingsprodukte: Büffelmozzarella, Weltmeisterkäse Gmunder Berg und dazu ein Glas Leitz Riesling aus dem Rheingau. Seitdem ich bei ALDI SÜD arbeite, lege ich viel mehr Wert auf einen nachhaltigen Lebensstil und kaufe fast ausschließlich Bio-Produkte. Denn was viele nicht wissen: Bei uns gibt es mit rund 350 Bio-Artikel eine super Auswahl.

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