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Unsere Verkostungsküche

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ALDI SÜD

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Qualität ist unser oberstes Gebot. Und die will auf Herz und Nieren geprüft werden. All unsere Artikel werden daher mindestens einmal im Jahr verkostet. Hier und da übernehmen das für uns externe Institute, aber grundsätzlich nehmen wir die Dinge auch gerne selbst in die Hand und testen unsere Artikel eigenständig. Ich habe den Kollegen vom Qualitätswesen bei einer Verkostung über die Schulter geschaut.

8:30 Uhr am Montagmorgen, und schon steht bei uns Schokolade auf dem Tisch? Kein Problem für unsere Produkttester; manchmal gibt’s sogar auch Wein am Morgen. Klingt komisch, ist aber so, denn unsere Verkostungsküche kennt keine Uhrzeiten. Das ganze Jahr über finden hier täglich sechs Verkostungen statt. Bei so einem straffen Zeitplan kann keine Rücksicht auf Tageszeiten genommen werden.

Oster-Leckereien im Test

Heute müssen sich unter anderem unsere Fondant-Eier und Frühlingsmandeln im Qualitätstest gegen simultane Produkte von anderen Marken und Anbietern behaupten. Die wurden ganz normal eingekauft. Damit unsere Produkte nicht bevorzugt werden können, finden die Verkostungen immer „blind“ statt. Das bedeutet nicht, dass die Verkoster dabei nichts sehen können, die Produkte werden jedoch ohne Verpackung oder Prägung auf einem schlichten weißen Teller angerichtet. Bewertet werden immer die Punkte „Optik“ und „Flavor“, was den Geschmack, den Geruch und das Mundgefühl in einem Begriff zusammenfasst. Maßgeblich ist das 5-Punkte-Schema von der Deutschen Lebensmittel-Gesellschaft. „Die beste Note ist dabei die 5, und es sollte mindestens eine 4 erreicht werden. Alles darunter ist für uns nicht gut genug“, sagt Katrin Korsten, eine Mitarbeiterin aus unserem Qualitätswesen.

Ablauf der Verkostung

Acht Personen nehmen jeweils an einer Verkostung teil, diese umfasst sieben bis zehn Artikel. So auch heute. Mit dabei sind der Zentraleinkäufer der zu verkostenden Artikel sowie einige seiner Mitarbeiter und der zuständige Qualitätsmanager. Pünktlich um 8:45 Uhr geht es los. Die Teilnehmer der Verkostung sind mittlerweile routiniert und jeder weiß, was er zu tun hat. Das Gewusel um die Tische beginnt und die Gruppe wandert von Artikel zu Artikel. Mir fällt auf,  dass die meisten Produkte nur angebissen werden. Aber klar, bei so vielen verschiedenen Leckereien schlägt es sicher zu Buche, sollte man jedes Teil komplett aufessen.

Still probieren, schmecken und begutachten alle Tester kritisch die ausgestellte Ware. Fotos werden gemacht, um die Ergebnisse später besser mit dem Lieferanten besprechen zu können. Die Beurteilung erfolgt auf Bewertungsbögen, die zu jedem Artikel gereicht werden. Anschließend wird zu jedem eine Auswertung erstellt und das Gesamtergebnis präsentiert. Gesprochen wird also erst wieder, wenn jeder alles probiert hat, damit sich jeder auf seinen eigenen Geschmack konzentrieren kann und nicht abgelenkt wird. Zum Abschluss der Verkostung werden die Ergebnisse gemeinsam besprochen. Heute schneiden alle Artikel mit einer Note über 4 ab. „Sollte dies mal nicht so sein, überlegen wir gemeinsam mit unseren Lieferanten, was wir noch verbessern könnten, damit die Qualität entsprechend optimiert und nachgeprüft werden kann“, berichtet Katrin Korsten.

Neue Produkte

Neben den Qualitätsverkostungen finden auch Ausschreibungsverkostungen statt. „Hierfür werden Lieferanten aufgefordert, bestimmte Artikel zur Verkostung zuzuschicken, damit wir prüfen können, ob wir ihre Produkte eventuell beziehen möchten“, erklärt mir Katrin Korsten. Heute stehen deshalb neben den Ostersüßigkeiten auch die ersten Weihnachtsartikel auf dem Plan. Es werden diverse Lebkuchensorten getestet und ich bin gespannt, ob es in der nächsten Weihnachtszeit neue Produkte geben wird.

Doch eine Sache frage ich mich noch: Wird hier wirklich schon früh am Tag Wein getrunken? „Nein, natürlich nicht“, lacht Katrin Korsten, „der Wein wird nur probiert, dann aber mit Hilfe von  ‚Spuckbechern‘, wie man sie auch von üblichen Weinverkostungen kennt, entsorgt.“ Getrunken wird er also nicht – wieder was gelernt!

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