Lesedauer 4 Minuten

Das TechFounders Accelerator-Programm von ALDI Nord und ALDI SÜD geht in die dritte Runde. Mehr als 140 Startups haben sich bei uns beworben. Sie möchten mehr Nachhaltigkeit bei Produkten, Verpackungen und Technologien in unsere Filialen bringen. Sechs davon haben uns und unseren Partner TechFounders so sehr überzeugt, dass wir sie zu einem Pitch eingeladen haben. Dieser fand angesichts der aktuellen Corona-Situation natürlich online statt. Hier stellen wir Euch die sechs Startups vor, die uns ihre innovativen Ideen präsentiert haben.

Startups bei ALDI: Diese sechs haben es zum Pitch geschafft

Startup 1: Mushlabs – Fleischersatz auf Pilzbasis

Pilze haben Potential. Das hat Mushlabs erkannt, ein technologieorientiertes Unternehmen, das Fleischersatz aus den Wurzeln von Pilzen gewinnt. Geplant sind Würstchen, Frikadellen, Aufstriche, Burger oder Pasteten – alles, was das Herz begehrt. Und das vegan oder vegetarisch, hergestellt in einem speziellen Fermentationsprozess. Das erklärte Ziel von Mushlabs ist es, Lebensmittel anzubieten, die gut für unsere Sinne, unseren Körper und unseren Planeten sind. Für die Herstellung wird weniger CO2 verbraucht als bei der Tierhaltung. Die Transportwege sind kürzer und die Pilze brauchen beim Anbau wenig Platz.

Das Team von Mushlabs

Startup 2: Nordic Oceanfruit – Veganer Lupinen-Thunfisch aus der Dose

„Betterfish“ schmeckt, sieht aus und fühlt sich an wie Thunfisch. Ist aber vegan und besteht aus Meeresalgen und pflanzlichen Proteinen. Die perfekte Alternative für den Dosen-Thunfisch auf Deiner Lieblingspizza, Deinem Salat oder Sandwich. Das Startup Nordic Oceanfruit hat bereits Meeressalate aus Algen in die Gastronomie und den Handel gebracht. Die Meeresalgen werden in Norwegen angebaut und sind eine echte Alternative zur Fischerei. Dieses „Superfood“ benötigt weder Ackerland noch Süßwasser oder Dünger und der Anbau hat sogar einen positiven Effekt auf die Biodiversität der Meere. Das junge Unternehmen hat kürzlich sogar den Vegan Food Award 2020 von PETA erhalten.

 Startup 3: Seifenbrause – Brausetabletten für natürliche Seife

In den letzten Wochen war sie noch gefragter als sonst: Die Seife. Schön, wenn man Flüssig- oder Schaumseife einfach selbst zu Hause herstellen kann. Das geht mit den Seifen-Brausetabletten der Sause UG. Diese sind in kleinen Packungen zu kaufen, die aus nachwachsenden Rohstoffen bestehen. Der Vorteil: Flüssigseife besteht zu einem großen Teil aus Wasser. Lässt man das weg, hat man weniger zu transportieren. Das spart beim Transport CO2, im Geschäft Regalfläche und beim Nach-Hause-Tragen Gewicht. Das Händewaschen geht so komplett ohne Einwegplastik, denn die Seife kann im gleichen Gefäß immer wieder angemischt werden. So bekommt ihr saubere Hände – natürlich, nachhaltig und vegan.

 

Startup 4: Freshness Strips – Haltbarkeit von Fisch und Fleisch verlängern

Absorbierende Pads für Fleisch und Fisch, die die Haltbarkeit verlängern – das sind die Freshness Strips des gleichnamigen Startups mit Sitz in den Niederlanden. Mit Hilfe des Einlegers, der einfach in die Verpackung mit hineingelegt werden kann, kann die Haltbarkeit von Fleisch, Fisch oder Meeresfrüchten um mindestens drei Tage verlängert werden. Das leistet einen Beitrag gegen Lebensmittelverschwendung.

 

Startup 5: Whywaste – Innovatives MHD-Managementsystem gegen Lebensmittelverschwendung

Um die Vermeidung von Lebensmittelverschwendung geht es auch bei Whywaste. Das Startup hat uns ein innovatives MHD-Managementsystem präsentiert. Das soll den Filialmitarbeitern Zeit und Aufwand ersparen. Eine Software hilft in den Filialen dabei, effizienter und mit weniger Aufwand den Überblick über die Produkte zu behalten, die kurz vor Ablauf des Mindesthaltbarkeits- oder Verfallsdatums stehen. Für die Software hat Whywaste in Tausenden von Geschäften weltweit recherchiert und eine Reihe von benutzerfreundlichen Anwendungen entwickelt, die dazu beitragen, Lebensmittelabfälle zu reduzieren, Zeit zu sparen und die Qualität zu verbessern.

Das Team von Whywaste

Startup 6: Grünkunft – bio-vegane und plastikfreie Verpackungen haltbare Lebensmittel

Grünkunft steht für eine grüne Zukunft in Sachen Verpackung. Das Startup hat einen Beutel aus bio-veganer und biologisch abbaubarer Folie aus pflanzlichen Rohstoffen entwickelt. Sieht aus wie Plastik, ist aber keines. Der Beutel besteht aus FSC-zertifizierten Holzschnitten. In dem durchsichtigen Beutel lassen sich Nudeln, Reis, Zucker, Bonbons oder getrocknete Gewürze komplett plastikfrei verpacken. Eine Siegelnaht aus Bio-Baumwolle hält den Beutel zusammen. Das ist nicht nur nachhaltig, sondern sieht auch hübsch aus!

Startups bei ALDI: And the winner is….

Die Entscheidung war nicht einfach. Denn alle sechs Startups konnten sich bereits gegen 140 Konkurrenten durchsetzen und auch im Pitch nochmal ihr Gespür für nachhaltige Innovationen zeigen. Gewonnen haben schließlich drei Startups: Mushlabs, Oceanfruit und Sause. Die jungen Gründer werden nun in das 20-wöchige Förderprogramm des Accelerators TechFounders aufgenommen, um ihre Ideen weiterzuentwickeln.

Traditions-Händler und junge Startups – eine gute Kombination

Startups bei ALDI? Das passt gut zusammen! Wir freuen uns riesig, dass sich immer mehr Startups bei ALDI bewerben, um an unserem Accelerator-Programm mit TechFounders teilzunehmen. Die Kooperation eines traditionsreichen Handelsunternehmens wie ALDI mit jungen und innovativen Startups ist für beide Seiten spannend und lehrreich. Wir sind sehr gespannt, welche nachhaltigen Produkte, Verpackungen und Innovationen wir Euch in Zukunft präsentieren dürfen!

Ihr möchtet Euch mit Eurer Idee bei uns bewerben, habt aber die Bewerbungsrunde verpasst? Hier gibt es Infos zum Accelerator-Programm Bewerbungsverfahren: aldi-sued.de/de/partner/startup-partner

Berit Hullmann
Berit Hullmann
Seit 2017 gehöre ich zum Presseteam in der externen Kommunikation bei ALDI SÜD. Hier kümmere ich mich hauptsächlich um Themen aus dem Bereich Nachhaltigkeit und Corporate Responsibility. Bei ALDI SÜD greife ich besonders gern beim Bio-Sortiment zu. Mein ALDI SÜD Must-Have waren jahrelang allerdings die wiederverschließbaren Baby-Feuchttücher unserer Eigenmarke Mamia.

0 Kommentare

Hinterlassen Sie uns einen Kommentar