Es ist kurz nach sechs Uhr morgens, der Wecker klingelt. Schnell aufstehen, fertig machen, frühstücken und ab ins Auto. Mist, die Straßen sind wieder so voll, dass ich es erst beim dritten Mal Grün über die Kreuzung schaffe. Dabei muss ich doch gerade heute pünktlich Feierabend machen…

Im Büro reiht sich ein Meeting an das nächste. Zwischendurch schnell die Mails abarbeiten, ein neues Konzept schreiben und, ach ja, das Event muss auch noch fertig geplant werden. Halbwegs pünktlich schaffe ich es in den Feierabend – und stehe wieder im städtischen Rückstau.

Zuhause fix rein in die Sportklamotten und direkt weiter ins Fitnessstudio. Anschließend nur noch duschen, etwas zu Essen machen und ab auf die Couch. Naja fast, denn der nächste Beitrag für meinen privaten Blog schreibt sich auch nicht von allein. Außerdem warten noch ein paar Whatsapp-Gruppen und der Instagram-Feed. Nebenbei läuft die neueste Seriensucht. Um halb zwölf liege ich endlich im Bett – und kann nicht einschlafen…

Slow Living oder die Kunst der Langsamkeit

So, wie oben beschrieben sehen sicher nicht nur meine Tage oftmals aus. Heutzutage muss alles immer schneller gehen, wir müssen immer online sein und generell immer erreichbar. Multitasking ist überall gefordert – beruflich wie privat – und wir fürchten kaum etwas mehr als die Langeweile…

Ich merke, dass ich oftmals selbst im Urlaub viel zu viel in einen Tag reinpacken möchte und es mir schwer fällt, einfach mal gar nichts zu tun. Einfach mal vollkommen zu entspannen.

Dabei haben wir nur dieses eine Leben und sollten doch viel mehr im Jetzt leben. Stattdessen trauern wir viel zu oft der Vergangenheit hinterher oder suchen alles Glück in der Zukunft . Slow-Living nennt sich daher ein neuer Trend, der zu mehr Achtsamkeit und Entspannung im Alltag aufruft. Denn mit ein paar wenigen Ritualen und Strukturen im Alltag gelingt es uns, der täglichen Hektik zu entkommen  (mehr dazu weiter unten).

Weckruf oft ein Auslöser für mehr Achtsamkeit

Wie so oft im Leben, brauchen wir oft einen Weckruf um unsere Verhaltensmuster zu ändern. Nicht selten erleiden Menschen, die „Dauer-On“ sind Burn-Outs, Hörstürze oder sonstige stressbedingte Symptome. Auch mir hat kürzlich indirekt eine Diagnose dabei geholfen, die kleinen Dinge im Leben wieder mehr wertzuschätzen. So zum Beispiel den blauen Himmel, die bunten Herbstblätter oder den Sonntagskaffee mit lieben Freunden. Und den Bürowahnsinn auch einfach mal nicht so ernst und vor allem nicht mit nach Hause zu nehmen.

Ein paar Tipps für mehr Achtsamkeit und Entschleunigung im Alltag

Damit ihr diesen Weckruf gar nicht erst benötigt, habe ich ein paar Tipps und Anregungen für euch gesammelt. Integriert ihr diese  in euren Alltag, sorgt ihr automatisch für ein achtsameres Leben.

  1. Macht bewusste Pausen, möglichst immer um etwa dieselbe Zeit. Geht raus in die Natur, genießt euer Essen ganz bewusst und lasst das Handy dabei links liegen.
  2. Setzt euch mit euren Lieben am Wochenende stundenlang bei gutem Essen und einem Gläschen Wein zusammen und macht es euch so richtig gemütlich. Nicht ohne Grund zählen die Dänen als Erfinder der „Hygge“ (Gemütlichkeit) zu einem der glücklichsten Völker der Welt.
  3. Kauft bewusst, nachhaltig und saisonal ein; achtet zum Beispiel vermehrt auf Bio-Produkte.
  4. Befreit eure Wohnräume von allem Überflüssigen, mistet regelmäßig aus und schafft euch so eine ruhige, entspannte Atmosphäre.
  5. Kauft euch ein paar Pflanzen für ein gutes Raumklima und probiert neue Gewürze beim Kochen aus.
  6. Macht euch to-do-Listen und arbeitet diese nach Prioritäten ab. Eins nach dem anderen anstatt alles gleichzeitig. Die gilt sowohl für den Beruf als auch das Privatleben.
  7. Steigt, wenn möglich, mal aufs Fahrrad anstatt mit dem Auto zur Arbeit zu fahren.
  8. Schafft euch medienfreie Zeiten, besonders in den Abendstunden.
  9. Findet einen Ausgleich, der euch entspannt und den Kopf frei macht – ob Yoga, Qigong oder das klassische Joggen, ganz egal.

Ob ich all diese Tipps beherzige? Natürlich schaffe ich dies nicht immer, versuche es aber immer mehr. Mein größtes „Problem“ ist tatsächlich die Handynutzung vor dem Schlafengehen – dies fällt mir nach wie vor sehr schwer…

Influencer Event #kommmalrunter

Diese Woche haben wir genau zu diesem Thema ein Influencer-Event veranstaltet, um den mediengeplagten Influencern und ihren Fans kurz vor der Weihnachtszeit die Vorzüge von mehr Achtsamkeit, Dankbarkeit und Entschleunigung weiterzugeben.

Ein einfaches Dinner, zubereitet aus saisonalen Produkten, begleitet von einer entspannten Handmassage mit Naturpflegeprodukten und einer abschließenden Meditation standen auf dem Programm. Dazwischen ganz viel Zeit zum Unterhalten und Entspannen.

Unter dem Hashtag #kommmalrunter könnt ihr bei Instagram ein paar Eindrücke sehen – aber natürlich nicht in der medienfreien Zeit!

Auch mir hat dieses Event dabei geholfen, wieder einen Gang runterzuschalten und entspannter in die letzten Wochen des Jahres zu gehen.

 

 

Was haltet ihr von Slow Living und habt ihr vielleicht weitere Tipps für den Alltag?

Kati Kletzel-Lomp
Kati Kletzel-Lomp
Bei ALDI SÜD arbeite ich im Social Media Team und kümmere mich vorwiegend um unsere Influencer Kooperationen, drehe Instagram Storys und denke mit meinen Kollegen unsere Kampagnen „Social“. Das sind meine Lieblingsprodukte: Frisches Obst und Gemüse, Humus sowie unser Granatapfelsaft aus der Kühlung. Seitdem ich bei ALDI SÜD arbeite freue ich mich schon immer Wochen im Voraus auf bestimmte Aktionsartikel…

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