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Wir läuten die vierte Runde ein: Das TechFounders Accelerator-Programm bei ALDI Nord und ALDI SÜD geht weiter. Mehr als 160 Startups haben sich diesmal mit Ideen zu innovativen und nachhaltigen Produkten, Verpackungen und Technologien bei uns beworben. Die sechs Startups, deren Bewerbung uns am meisten überzeugt hat, konnten ihre Ideen bei einem Online-Pitch vor mehr als 70 ALDI Experten präsentieren. Hier stellen wir euch die Kandidaten vor und verraten auch, wer ins Förderprogramm aufgenommen wurde.

Neue Startups für ALDI: Sechs Gründer präsentieren ihre Ideen

Startup 1: Plant Jammer

Im Kühlschrank liegt eine halbe Zucchini, eine Paprika und in diversen Behältern stapeln sich weitere Lebensmittel. Zum Wegschmeißen zu schade! Aber was soll ich damit kochen? Mit diesem Problem stand wohl jeder schon mal vor der offenen Kühlschranktür. Damit die Reste nicht doch einfach in der Tonne landen, gibt es „Plant Jammer“. Das Startup möchte mit einer App dabei helfen, der Nahrungsmittelverschwendung entgegenzuwirken und gleichzeitig am besten auch auf eine pflanzenbasierte Ernährung umzusteigen. In die Plant Jammer App kann man eingeben, was im Kühlschrank liegt und Plant Jammer liefert ein passendes Rezept. Lecker und nachhaltig. Die Rezepte können bei Bedarf um weiter leckere Zutaten ergänzt werden, am besten natürlich aus eurer ALDI SÜD Filiale. Das Besondere an der App: Ihr könnte auswählen, ob ihr euch zum Beispiel vegetarisch, vegan oder glutenfrei ernährt oder ob ihr Allergien habt. Die App stimmt die Rezepte perfekt darauf ab.

Eine App für weniger Lebensmittelverschwendung und mehr bewusstes Essen bietet Plant Jammer

Startup 2: Woodly

Kunststoff oder Holz?  Woodly bringt beides zusammen! Das Startup produziert das erste nachhaltige Kunststoffmaterial auf Holzbasis, hergestellt aus FSC-zertifizierter Zellulose. Der große Vorteil: Dadurch kann Kunststoff auf Rohölbasis ersetzt werden, was endliche fossile Ressourcen schont. Es entsteht ein klares und transparentes Granulat, das beim entsprechenden Verpackungsdesign recyclebar ist. Aus dem Kunststoffmaterial lassen sich Folien, Becher oder Produktverpackungen herstellen. Und das CO2-neutral.

Startup 3: Evigence

Eine weitere Lösung gegen Lebensmittelverschwendung präsentierte das Startup Evigence: Ein Frische-Sensor, der es ermöglicht, die Haltbarkeit verderblicher Produkte in Echtzeit darzustellen. Über einen Farbcode zeigen die Evigence-Sensoren an, wie lange ein Produkt tatsächlich noch haltbar ist.  Hierzu wird der Weg des Produkts entlang der gesamten Lieferkette einbezogen. Der große Vorteil: Sollte die Kühlkette einmal unterbrochen werden, erkennt dies der Sensor und berücksichtigt die Unterbrechung bei der Berechnung der Haltbarkeit. Evigence will so einen Betrag für weniger Lebensmittelverluste und mehr Frische leisten.  

Startup 4: Nanoloom

Weniger Plastik dank eines innovativen Materials: Das Startup Nanoloom hat das nachhaltige und vielseitig einsetzbare Material BioHastalex auf Graphenbasis entwickelt. Graphen ist 200 Mal stärker als Stahl und kann daher extreme Festigkeit erreichen. Gleichzeitig hat BioHastalex geradezu magische Eigenschaften: Die Faser kann in Aussehen und Textur sämtliche Formen annehmen, von Plastik bis Wildleder, und so von Verpackungen bis hin zu Textilien ganz verschiedenartig verwendet werden. Die Faser baut sich im Wasser binnen weniger Jahre ab und ist komplett ungiftig, wodurch der Eintrag an Mikroplastik in die Meere und Gewässer reduziert werden kann.

Startup 5: CNT Techology

Das Startup CNT Technology will mit Hilfe eines Molekularfilters für Gefrier-, Kühl- und Klimaanlagen bis zu 25 Prozent Energie und damit CO2-Emissionen einsparen. Wie das gehen soll? Der Kühlprozess hat seit jeher das gleiche Problem: Durch das Öffnen der Truhen oder Schränke strömt warme Luft hinein. Durch das Kondenswasser, das nicht entweichen kann, bildet sich Eis oder Schnee. Das führt zu energieintensiven Lastspitzen. CNT möchte dem mit seinem Filter entgegenwirken. Einmal in der Tiefkühltruhe installiert, gleicht dieser selbstständig die Feuchtigkeit aus, es entsteht weniger Eis oder Schnee, wodurch die Kühlsysteme seltener enteist werden müssen. Gleichzeitig spart das Energie und damit CO2-Emissionen und kann in Kühllagerräumen gleichzeitig die Luftqualität verbessern.

Startup 6: Terra Vegane

Vegane Produkte liegen im Trend – und schmecken richtig lecker. Das stellt auch das Berliner Startup Terra Vegane unter Beweis: Sie versprechen „perfekt ausbalancierte Fleisch-, Käse- und Ei-Alternativen, bei denen Tiere außen vor bleiben.“ Das Besondere: Ihre Produkte werden in Berlin handgefertigt. Hier stellt Terra Vegane hochwertiges, handgemachte Gourmet-Fleisch-, Eier- und Käse-Alternativen her, darunter auch ein schmackhaftes veganes Omelett.  Dabei konzentriert sich das Startup auf die Verwendung von vollwertigen und proteinreichen Zutaten. Terra Vegane möchte vor allem die Neugier auf eine pflanzliche Ernährung wecken und zeigen, wie lecker rein pflanzliche Produkte sind.

Terra Vegane stellt in Berlin proteinreiche Alternativen zu Fleisch, Milch und Ei her (Foto: Terra Vegane)

Neue Startups für ALDI: Das sind die Sieger

Im Pitch haben die Gründer bewiesen, dass sie zu Recht so weit gekommen sind. Die Entscheidung ist unseren Experten nicht leichtgefallen. Als Gewinner konnten sich schließlich Plant Jammer und Terra Vegane durchsetzen: Beide Startups haben sowohl von sich als Gründer wie auch mit ihrer Idee die Teilnehmenden für sich begeistern können. Die jungen Gründer werden nun in das 20-wöchige Förderprogramm der TechFounders aufgenommen, um ihre Ideen zu perfektionieren. Gleichzeitig werden sie dabei im engen Austausch mit Experten von ALDI ihre Ideen und Produkte bis zur Umsetzung bei uns weiterentwickeln. Sicher werden wir noch mehr von diesen Startups hören.

ALDI und junge Startups – wie passt das zusammen?

Was machen junge Startups für ALDI? Wie passen ein traditioneller Händler und junge Grüner zusammen? Wir denken: bestens! Immer mehr Startups bewerben sich bei ALDI. Die Kooperation ist für beide Seiten spannend und lehrreich. Wir sind sehr gespannt, welche nachhaltigen Produkte, Verpackungen und Innovationen wir Euch in Zukunft präsentieren dürfen!

Innovative Produkte findet ihr bei ALDI übrigens unter der Dachmarke „WHAT’S NEXT“!

Ihr möchtet Euch mit Eurer Idee bei uns bewerben? Dann informiert euch unter aldi-sued.de/de/partner/startup-partner

Berit Hullmann
Berit Hullmann
Seit 2017 gehöre ich zum Presseteam in der externen Kommunikation bei ALDI SÜD. Hier kümmere ich mich hauptsächlich um Themen aus dem Bereich Nachhaltigkeit und Corporate Responsibility. Bei ALDI SÜD greife ich besonders gern beim Bio-Sortiment zu. Mein ALDI SÜD Must-Have waren jahrelang allerdings die wiederverschließbaren Baby-Feuchttücher unserer Eigenmarke Mamia.

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