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Fisch ist für immer mehr Menschen wichtiger Bestandteil einer ausgewogenen und abwechslungsreichen Ernährung. Viele Fischarten liefern wichtige Nährstoffe. Sie sind reich an Eiweiß und schmecken außerdem richtig gut. Egal ob man lieber Lachsfilet mit Gemüse mag, eine leckere Dorade auf den Grill legt oder schnell ein paar Fischstäbchen für die Kinder braten möchte. Bei ALDI SÜD ist für jeden Fisch-Geschmack etwas dabei.

Im Rahmen einer bewussten Ernährungs- und Lebensweise wünschen sich viele unserer Kunden, dass auch Fisch und Meeresfrüchte aus nachhaltigeren Quellen stammen. Wir bei ALDI SÜD arbeiten daran, unsere Fisch-Lieferkette immer nachhaltiger zu gestalten. Um das für unsere Kunden sichtbar zu machen, kennzeichnen wir unser Fischsortiment mit verschiedenen Zertifizierungen: Das MSC-Siegel steht für verantwortungsvollen Wildfang. Die Siegel ASC, das GGN Siegel für Zertifizierte Aquakultur von GLOBALG.A.P. und das Bio-Siegel kennzeichnen Fisch aus Aquakultur.* Schon rund 90 Prozent des Fisches und der Meeresfrüchte in den ALDI SÜD Kühlregalen stammen aus zertifizierter Aufzucht. Zudem haben wir eine verbindliche Fisch-Einkaufspolitik veröffentlicht. Darin sind alle unser Anforderungen für nachhaltigeren Fisch zusammengefasst.

Nordlaks, Photo: Marius Fiskum © Norwegian Seafood Council

 

Nachhaltigerer Fisch: Zertifizierte Aquakultur aus Norwegen

Fischzucht in zertifizierter Aquakultur kann eine nachhaltige Alternative zu Wildfang darstellen. Dabei gibt es nicht „die eine“ Aquakultur, sondern je nach Fischart verschiedene Methoden. Um euch zu zeigen, wo unser GGN gelabelter Lachs aus Aquakultur u.a. herkommt, nehmen wir euch heute mit nach Norwegen. Zu einer nach dem GLOBALG.A.P.-Standard zertifizierten Lachsfarm des Produzenten Nordlaks, von dem auch ALDI SÜD Fischprodukte bezieht. Am GGN Logo auf der Verpackung könnt ihr erkennen, dass sowohl der Produktionsprozess der Fische als auch der gesamte Weg von der Farm zum Supermarktregal nach den internationalen Standards für Aquakultur und die Lieferkette von GLOBALG.A.P zertifiziert sind.

Die Phasen der Fisch-Aufzucht

Hier, in den Fjorden der zerklüfteten norwegischen Küste wachsen die Lachse auf. Ihr Leben beginnt – wie tatsächlich auch in der Natur – im Süßwasser: In einem Inkubator-Tank erfolgt die Zucht des Lachsrogens. 80 Tage lang wird dieser bei konstanter Temperatur bebrütet, bevor die Jungfische schlüpfen. Einige Wochen lang ernähren die Fische sich selbst über einen Dottersack an ihrem Körper, bevor sie groß genug sind, Fischfutter aufzunehmen. Dann werden die Jungtiere in größere Süßwasserbecken umgesiedelt. Dort durchläuft der Lachs zahlreiche Entwicklungsschritte (die so genannte Smoltifizierung), um sich vom Leben im Süßwasser an das Leben im Salzwasser anzupassen.

Lachse kommen im Süßwasser zur Welt, wandern dann ins Meer und kehren zum Laichen wieder zurück in Süßgewässer.  Nach gut einem Jahr wiegen die Lachse noch keine 100 Gramm, sind aber groß genug für den nächsten Schritt: Sie ziehen um ins Meerwasser. Während aller Aufzuchtphasen haben die Fische den Platz, den sie brauchen um zu schwimmen und zu gedeihen. Wenn er ein Gewicht von vier bis sechs Kilo erreicht hat, kann der Lachs gefischt werden.

Foto: Marius Fiskum © Norges sjømatråd

Nachhaltiger Fisch braucht gutes Futter

Das Futter, das die Lachse in Aquakultur erhalten, sind Pellets. Diese bestehen unter anderem aus pflanzlichen Proteinen. Hinzu kommen Pflanzen- und Fischöl, Fischmehl und Proteine.  Mit der GLOBALG.A.P.-Zertifizierung wollen wir sicherstellen, dass das Fischmehl und das Fischöl aus verantwortungsvollen Quellen bezogen werden. Der GLOBALG.A.P. Standard ist ein anerkannter Standard, der neben sozialen Anforderungen auch Aspekte der Tiergesundheit, Tierschutz, Umwelt und Biodiversität sowie Lebensmittelsicherheit abdeckt. Außerdem wird eine lückenlose Rückverfolgbarkeit sichergestellt.

 

Foto: Marius Fiskum © Norges sjømatråd

Zertifizierte Zucht – Was hat der Fisch davon?

Die Fisch-Farmen sind nach dem GLOBALG.A.P. Aquakulturstandard zertifiziert. Das heißt, dass der Züchter jeden Arbeitsschritt in der Aufzucht dokumentieren muss. Von der Herkunft der Larve, dem Einsatz des verwendeten Futters bis zu den Besuchen des Tierarztes. Das stellt sicher, dass die Fische tiergerecht aufwachsen. Auch das ökologische Gleichgewicht empfindlicher Lebensräume darf nicht gefährdet werden. Dafür muss jede Farm eine Verträglichkeits- und Risikoabschätzung für die Umwelt durchführen und Maßnahmen für den Umweltschutz erarbeiten. Unabhängige und akkreditierte Zertifizierungsstellen kontrollieren, ob die Anforderungen des GLOBALG.A.P. Aquakultur Standards implementiert sind. Dieses System sichert, dass die Überprüfung unvoreingenommen stattfindet. Produkte mit dem GGN-Label tragen zusätzlich eine 13-stellige GLOBALG.A.P.-Nummer (GGN) auf der Verpackung. Mit dieser Nummer könnt ihr herausfinden, von welcher Farm der Fisch stammt.

 

Foto: Marius Fiskum © Norges sjømatråd

 

Nachhaltiger Fisch bei ALDI SÜD – mit unseren Partner arbeiten wir weiter konsequent daran, euch immer mehr Lebensmittel aus nachhaltigerer Produktion anbieten zu können, sodass ihr guten Gewissens genießen könnt.

 

*Woher der Fisch auf eurem Teller stammt, könnt ihr transparent auf unserer Rückverfolgbarkeitsplattform herkunft.aldi-sued.de nachverfolgen.

Hier findet ihr unsere Fisch-Einkaufspolitik.

Berit Hullmann
Berit Hullmann
Seit 2017 gehöre ich zum Presseteam in der externen Kommunikation bei ALDI SÜD. Hier kümmere ich mich hauptsächlich um Themen aus dem Bereich Nachhaltigkeit und Corporate Responsibility. Bei ALDI SÜD greife ich besonders gern beim Bio-Sortiment zu. Mein ALDI SÜD Must-Have waren jahrelang allerdings die wiederverschließbaren Baby-Feuchttücher unserer Eigenmarke Mamia.

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