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Wie erhalten wir die Frische unserer Lebensmittel? Die Antwort ist einfach: Wir packen einen Großteil des Einkaufs in den Kühlschrank. Klingt soweit sinnvoll, doch auch dabei gibt es einiges zu beachten. Wir möchten euch helfen, die Lebensmittel so lange wie möglich frisch zu halten und haben die wichtigsten Tipps und Tricks zusammengetragen.

Von der Filiale bis in den Kühlschrank

Obst- und Gemüse-Artikel sind bei ALDI SÜD ohnehin immer sehr frisch. Als sogenannte Schnelldreher verweilen die meisten Produkte maximal einen Tag in den Filialen. Kartoffeln und Äpfel bleiben zwei bis drei Tage bei uns. Die Kollegen in den Filialen überprüfen jeden Tag die Temperatur in der Kühlung und im Tiefkühlfach. Kühl ist nicht gleich kühl: In der Kühlung herrschen unterschiedliche Temperaturen, daher achten wir bei der Produktsortierung darauf, dass die Produkte nach Kältezonen sortiert sind. Milch, Käse und auch Butter haben nicht zufällig ihren Platz im Kühlregal.

Um die Produktqualität zu erhalten, ist es wichtig, dass die Kunden die ungekühlte Zeit so gering wie möglich halten und die richtige Kühltemperatur schnell wieder herstellen. Beim Einkaufen gilt: Am besten erst die Produkte aus dem Trockensortiment und anschließend gekühlte und tiefgekühlte Produkte in den Wagen legen. Für den Transport zum heimischen Kühlschrank liegen im besten Fall für empfindliche Produkte Kühltaschen im Auto bereit.

Den Kühlschrank für die frischen Lebensmittel vorbereiten

Am besten wird der Kühlschrank vor dem Großeinkauf für die neuen Lebensmittel vorbereitet. Der Kühlschrank wird dazu regelmäßig von innen mit einem herkömmlichen Haushaltsreiniger geputzt. So verhindern wir, dass sich Keime ausbreiten und die Produkte reifen nicht so schnell.

Der Einkauf ist erledigt, jetzt geht’s an den Kühlschrank

Lange frisch und lecker

Wer kennt das nicht: Nach dem Einkaufen muss es zu Hause schnell gehen. Die Produkte landen also da, wo Platz ist. Und das ist für die Haltbarkeit der einzelnen Produkte nicht immer die beste Lösung. Für jedes Lebensmittel gibt es nämlich einen perfekten Platz im Kühlschrank, um lange frisch und lecker zu bleiben. In der Regel ist es im Kühlschrank unten kälter als oben. Die Kühlschranktüre ist der wärmste Ort. Generell sollte darauf geachtet werden, dass die Produkte nicht zu eng nebeneinander lagern, sonst kann die kühle Luft nicht gut zirkulieren. In den Kühlschrank gehören lediglich Produkte, die niedrige Temperaturen (4-5°C) vertragen. Nach oben packen wir länger haltbare Produkte wie zum Beispiel Marmelade und Butter. In der Mitte fühlen sich jegliche Milchprodukte wie Joghurt oder Quark wohl. Fleisch- und Fischprodukte lagern wir im Fach über der Gemüseschublade. Dort ist es nämlich am kühlsten. Das Gemüsefach ist natürlich für Gemüse, aber auch verschiedene Obstsorten geeignet.

Die Kühlschranktüre eignet sich als alternativer Lagerort hervorragend: Eier können auch eine gewisse Zeit außerhalb des Kühlschranks gelagert werden, damit ist der Platz im Kühlschrank für andere Produkte nutzbar. In das Eisfach gehören natürlich alle tiefgekühlten Produkte. Viele frische Produkte können auch eingefroren werden. Habt ihr zum Beispiel schon mal probiert Käse einzufrieren? Käsereste lassen sich wunderbar einfrieren, um auf der Pizza oder Aufläufen Verwendung zu finden.

Darum liegt der Apfel nicht gerne neben der Gurke

Zudem vertragen sich einige Gemüse- und Obstsorten nicht so gut, wenn sie direkt nebeneinander liegen. Bestimmte Obst und Gemüsesorten geben während des Reifeprozesses Ethylen ab. Das Ethylen beschleunigt bei bestimmten Lebensmitteln den Reifevorgang. Es gibt also ethylenabgebende und ethylenempfindliche Lebensmittel. Äpfel, Birnen, Passionsfrüchte, Tomaten, Nektarinen oder auch Pflaumen geben Ethylen ab. Das mögen Lebensmittel wie Auberginen, Zucchini, Gurken und Blattsalate gar nicht gerne. Daher sollten diese und einige andere Produkte nicht zusammen gelagert werden, da sonst die Haltbarkeit stark verkürzt wird.

Die richtige Sortierung der Lebensmittel spielt der Frische in die Karten

Diese Produkte sollten lieber draußen bleiben

Obstsorten wie Ananas, Mangos, Zitronen und Bananen gehören nicht in den Kühlschrank. Die Lebensmittel eignen sich zum Beispiel für die Aufbewahrung in einer Obstschale. Tomaten und Erdbeeren verlieren bei Kälte ihr Aroma, auch sie gehören nicht in den Kühlschrank. Erdbeeren sind sehr empfindlich und sollten nach dem Einkauf schnell verzehrt werden. Tomaten legen wir in eine Schale oder im besten Fall in einen dunklen Abstellraum oder die Speisekammer. Die Speisekammer ist für die Lagerung von Lebensmitteln ziemlich beliebt und bietet auch perfekte Bedingungen für Kartoffeln und Zwiebeln. Unsere Karotten finden sich am liebsten ausgepackt im Gemüsefach wieder.

Nicht jedes Obst und Gemüse mag also dieselbe Lagertemperatur oder Umgebung. Mehr Infos zur richtigen Lagerung findet ihr hier: Obst- und Gemüsesorten bestmöglich lagern.

Nicht nur die richtige Lagerung, sondern auch viele Verpackungen tragen dazu bei, den Schutz und die Produktqualität bestmöglich zu erhalten. Zum Beispiel bei empfindlichen Produkten wie Himbeeren oder Erdbeeren. Auch die Gurke war bei ALDI lange Zeit zum Schutz des Produkts eingepackt. Ab April 2019 ändern wir das jedoch und packen die Gurke aus. Wie wir es schaffen, auf die Verpackung zu verzichten, könnt ihr  im Blogbeitrag „ALDI befreit die Salatgurke von Plastik“ nachlesen.

Anna Maria Lennertz
Anna Maria Lennertz
Bei ALDI SÜD bin ich mitverantwortlich für die interne Kommunikation. Wir bereiten Themen aus der Mitarbeiterperspektive auf − ich schreibe also Texte für all unsere internen Medien. Das sind meine Lieblingsprodukte: Fresh-Cut-Salate, Brezeln, Kürbiskerne und unsere Bio-Aktionsartikel. Seitdem ich bei ALDI SÜD arbeite, esse ich noch mehr Nussknacker-Schokolade.

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