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ALDI SÜD unterzeichnet Erklärung für mehr Klimaschutz

Von   

Berit Hullmann

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Lesedauer 3 Minuten

Es war nur ein kleines Stück Papier, aber es hat große Wellen geschlagen: Mehr als 50 deutsche Unternehmen haben in einer gemeinsamen Erklärung von der künftigen Bundesregierung gefordert, sich stärker für den Klimaschutz einzusetzen − darunter auch ALDI SÜD.

„Eine Vorreiterrolle beim Klimaschutz ist eine große Chance für die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft“, heißt es in der Erklärung. Und weiter: „Die kommende Regierungskoalition sollte darum die Geschwindigkeit der Transformation hin zur treibhausgasneutralen Wirtschaft erhöhen und hierzu die enge Zusammenarbeit mit europäischen und internationalen Partnern suchen.“

Die Wirtschaftsredaktionen aller bedeutenden deutschen Medien waren wie elektrisiert: „Konzerne fordern Kohleausstieg“, „Wirtschaft drängt auf konkrete Ergebnisse beim Klimaschutz“, „Konzerne fordern (…) mehr Tempo beim Klimaschutz“ − so und ähnlich lauteten die Schlagzeilen.

Warum machen wir das?

Gerne erklären wir euch, warum ALDI SÜD sich dazu entschlossen hat, sich dem Kreis der Unterzeichner anzuschließen.

Koordiniert hat die Erklärung u.a. die Stiftung 2°, der ALDI SÜD seit März 2017 als Förderunternehmen angehört. Die Stiftung unterstützt langfristiges unternehmerisches Engagement in Sachen Klimaschutz. Gemeinsam mit Vertretern aus Wissenschaft, Gesellschaft und Politik arbeiten die Unterstützer der Stiftung an konkreten Lösungen für einen ambitionierten und effizienten Klimaschutz. Mit dem Beitritt zur Stiftung 2° konnten wir unseren verantwortungsbewussten Umgang mit der Umwelt unterstreichen. Wir bei ALDI SÜD sind davon überzeugt, dass wir unseren Erfolg nur dauerhaft halten können, wenn wir uns den großen globalen Herausforderungen wie dem Klimawandel stellen.

ALDI SÜD engagiert sich bereits umfassend für den Klimaschutz und richtet sein gesamtes unternehmerisches Handeln darauf aus. Klimaschutz ist ein zentraler Bestandteil der Corporate Responsibility Grundsätze von ALDI SÜD. Die Unterzeichnung der Unternehmenserklärung ist für ALDI SÜD daher nur folgerichtig. Schon seit Jahren ergreifen wir zahlreiche Maßnahmen, um energieeffizienter und emissionsärmer zu arbeiten und investieren zum Beispiel in den flächendeckenden Ausbau von Fotovoltaikanlagen. Unser Klimaschutz-Engagement machen wir für unsere Kunden in, vor und auf unseren Filialen sichtbar:

Klimaschutz in den Filialen: Kühlung und Beleuchtung

Kühlung und Beleuchtung − ohne die geht in unseren Filialen nichts. Deshalb fangen unsere Klimaschutz-Maßnahmen in den Filialen an, wo jeder Kunde sie sehen kann: In mehr als 65 Prozent der ALDI SÜD Filialen werden bereits Kälteanlagen mit dem klimafreundlichen Kältemittel CO2 eingesetzt. Das Licht in den Filialen kommt mittlerweile zu einem großen Teil von umweltfreundlichen LED-Lampen.

Klimaschutz vor den Filialen: Ladesäulen für Elektrofahrzeuge

Ein weiterer Baustein des Klimaschutz-Engagements sind die rund 50 Schnelllade-Stationen für Elektro-Autos und -Fahrräder an den ALDI SÜD Filialen. Davon wird es in Zukunft noch mehr geben, denn der Service kommt aufgrund seiner einfachen Handhabung gut bei den Kunden an: Während ihres Einkaufes können Kunden ihr Elektrofahrzeug unkompliziert ohne Registrierung und völlig kostenfrei an unseren Ladestationen aufladen. Die Schnellladestationen bieten in nur 30 Minuten eine Reichweitenverlängerung von bis zu 80 Kilometern bei Elektroautos und bis zu acht Kilometern bei Elektrofahrrädern. Der Strom dafür kommt direkt vom Filialdach.

Klimaschutz auf den Filialen: Fotovoltaik-Anlagen

Dort sehen die Kunden unsere wohl bekanntesten Aushängeschilder in Sachen Klimaschutz: Auf gut 1250 der 1880 ALDI SÜD Filialen befinden sich bereits Solaranlagen. Bis zu 80 Prozent des selbst erzeugten klimafreundlichen Stroms der Fotovoltaikanlagen nutzt ALDI SÜD selbst. Damit können wir bereits 15 Prozent des gesamten Strombedarfs decken. Darüber hinaus beziehen wir ausschließlich Grünstrom. Die nicht vermeidbaren Treibhausgas-Emissionen werden über zertifizierte Klimaschutzprojekte kompensiert.

Mit all diesen und weiteren Maßnahmen konnte ALDI SÜD seinen Verbrauch von 332 Kilowattstunden (kWh) pro Quadratmeter Verkaufsfläche im Jahr 2013 auf 307 kWH in 2016 senken. Wir arbeiten konsequent daran, diese Zahl immer weiter nach unten zu korrigieren. Seit Januar 2017 handelt ALDI SÜD klimaneutral, als erster großer Lebensmitteleinzelhändler in Deutschland. Als klimaneutrales Unternehmen unterstützt ALDI SÜD die Entwicklung zu einer treibhausgasneutralen Wirtschaft und hofft, dass die neue Bundesregierung einen Konsens findet, der zu einer weiteren Reduzierung der Treibhausgase beiträgt.

Die komplette Erklärung lest ihr hier: www.germanwatch.org/de/14633

2 Kommentare

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Klimaschutz, Verantwortung, Nachhaltigkeit, Fortschritt sind Schlagworte, die in der heutigen Zeit gut beim Verbraucher ankommen. Ich zitiere : " Aldi Süd engagiert sich bereits mfassend für den Klimaschutz und richtet sein gesamtes unternehmerisches Handeln daraf aus." Wann werden dann endlich die (pflegeleichten )Steinwüsten auf denParkplätzen wieder renaturiert ? Alle, auch die Medien, reden in diesem Zusammenhang vom Bienensterben. Parkplätze sind an sich schon große "versiegelte" Flächen, sodass man wenigstens die darauf befindlichen Inseln mit insektenfreundlichen, pflegeleichten Pflanzen verantwortungsvoll ausstatten könnte. Auch fortschrittliche Photovoltaikanlagen, die Geld sparen, sind letztendlich biologisch tot ! Eine solche Maßnahme würde die o.g. selbstgesteckten Ziele glaubhaft unterstreichen. Mit freundlichen Grüßen P. Pfeifer
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    Berit Hullmann
    Auch in diesem Bereich hat sich einiges getan. Rund 300.000 Quadratmeter Lebensraum sind bereits durch die Begrünung von Dächern der ALDI SÜD Logistikzentren und einiger Filialdächer entstanden. Weitere 180.000 Quadratmeter Blühfläche entstehen in den 30 Regionalgesellschaften. Die Parkflächen selber gehören nicht immer zu unserem Eigentum und sind lediglich angemietet. Daher sind Ihre Vorschläge leider nicht überall umsetzbar. Ich gebe sie aber gerne weiter.
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