Kleinbauern stärken: Unser Kaffeeprojekt in Honduras

Der Großteil des weltweit gehandelten Kaffees wird von Kleinbauernfamilien in Entwicklungs- und Schwellenländern produziert, die oft nur ein oder zwei Hektar Land bewirtschaften. Kleine Anbauflächen, niedrige Erträge und die Folgen des Klimawandels stellen die Kleinbauern vor große Herausforderungen. Für eine nachhaltige Entwicklung des Kaffeesektors ist es deshalb entscheidend, die Situation dieser Menschen zu verbessern und sie in ihrer Arbeit zu unterstützen. In unserer Kaffee-Einkaufspolitik haben wir uns das Ziel gesetzt, dass bis Ende 2020 50 Prozent unserer Rohkaffeemenge nach UTZ, Bio, Fairtrade oder Rainforest Alliance zertifiziert sind. Für die nicht-zertifizierten Rohkaffeemengen streben wir – sofern im jeweiligen Ursprung und in der jeweiligen Qualität verfügbar – eine Verifizierung nach dem 4C-Verifizierungssystem der Global Coffee Platform an. Als Mitglied dieser Multi-Stakeholder-Organisation setzen wir uns zusammen mit NGOs und weiteren Vertretern aus Industrie, Handel und Politik für bessere Rahmenbedingungen in den Produktionsländern ein. Darüber hinaus engagieren wir uns in Ursprungsprojekten direkt vor Ort: Seit Anfang des Jahres fördern wir ein von Fairtrade initiiertes Projekt zur Stärkung von Fairtrade-Kaffeekleinbauern in Honduras.

Kaffee spielt in Honduras eine wichtige Rolle. Als sechstgrößter Exporteur von Arabica-Bohnen hat fast jeder Einwohner des zentralamerikanischen Landes etwas mit Kaffee zu tun. In den Hochlandgebieten in Honduras ist der Boden sehr nährstoffreich und bietet gute Bedingungen für den Kaffeeanbau. Trotzdem haben die Kaffeekleinbauern es hier nicht leicht. Gestiegene Temperaturen und unregelmäßige Regenfälle in Folge des Klimawandels setzen den Kleinbauern stark zu, denn sie führen zu einem vermehrten Krankheits- und Schädlingsbefall der Kaffeepflanzen. Vor allem die Pilzerkrankung Roya (Kaffeerost), die die Blätter befällt und zum Absterben der Kaffeepflanzen führt, hat in den letzten Jahren zu großen Ernteausfällen geführt. Das Wissen, um den negativen Folgen des Klimawandels zu begegnen, fehlt häufig.

Ein Ziel unserer auf mindestens vier Jahre angelegten Kooperation mit Fairtrade ist daher der verbesserte Umgang mit Klimafolgen und Umweltschutz.Die Kaffeekleinbauern werden in nachhaltigen landwirtschaftlichen Praktiken geschult, die eine Anpassung an den Klimawandel ermöglichen und Ressourcen schonen. So lernen sie beispielsweise die Herstellung von Kompost und Bio-Dünger (s. Bild oben), den Bau von Barrieren aus Mulch zur Vermeidung von Bodenerosion und die Aufzucht von Kaffeerost-resistenten Kaffeesorten.

Auch die ökonomische Situation der Kleinbauern soll verbessert werden, damit der Kaffeeanbau für die folgenden Generationen eine langfristige Perspektive bietet. Ziele sind hier die Steigerung der Erntemengen und der Qualität des Kaffees, die Erhöhung der eigenen Weiterverarbeitungskapazitäten – zum Beispiel durch die Anschaffung von Kaffeeröstern – und die Erschließung lokaler Märkte.

Neben den ökologischen und ökonomischen Verbesserungen werden durch das Projekt auch positive gesellschaftliche Veränderungen vor Ort erreicht. Isela Vásquez von der Kaffeekooperative COAQUIL erlebt dies jeden Tag: „Dieses Projekt berührt die Herzen vieler unserer Kleinbauern. Die Beteiligung der Jugendlichen und der Frauen an der Arbeit unserer Kooperative hat sich sehr verbessert.“ isela-vasquezDiese Beteiligung wird zum Beispiel durch die Einrichtung von Frauen- und Jugendkomitees erreicht. Insgesamt werden mit dem Projekt 3200 Kaffeekleinbauern aus 16 Fairtrade-zertifizierten Kooperativen unterstützt.

Wir fördern das Projekt mindestens bis 2019 und sind gespannt, welche Fortschritte erzielt werden können. Mehr über unser Engagement im Bereich Kaffee erfahren Sie unter aldi-sued.de/kaffee-einkaufspolitik.

Kommentare

Das ist echte Entwicklungshilfe vor Ort. Gut so.

Horst Glaser
    Simon Binder

    Vielen Dank für das Kompliment. Das freut uns!

    Simon Binder

Vielen Dank für Ihre Engagement in Honduras.

Wir freuen uns, hochwertigen Kaffee aus den Bergregionen von Honduras zu geniessen!

VG

J. Navarro

Justo Navarro
    Simon Binder

    Vielen Dank für Ihren Kommentar und viel Freude beim Kaffeegenuss.

    Simon Binder

alles gut

wiesener

Alles wunderschön und gut aber man braucht Hilfe für den Einkauf. Gibt es so etwas auch bei Aldi? Z.B. Online-Kauf!?
erbitte Antwort

Zirwes
    Simon Binder

    Vielen Dank für Ihren Kommentar. Aktuell ist ist kein Online-Shop für Aktionsartikel oder Waren des täglichen Bedarfs geplant. Mit unseren ALDI Services bieten wir online aber gemeinsam mit ALDI Nord bereits Dienstleistungen an. Dazu gehören ALDI Reisen, ALDI Blumen, ALDI Foto und die Marke ALDI TALK, zu der auch ein Mobilfunk-Shop gehört.

    Simon Binder

alles nur Marketing Schwachsinn!

Diskounter sind die grössten Ausbeuter im LM Bereich.

Markus Flamm

    Ja, damit wird zementiert, dass die Menschen dort sich weiterhin krumm und buckelig in der Landwirtschaft arbeiten. Welcher Deutsche würde seinen Bürostuhl wohl dafür eintauschen?
    Die Menschen dort sollten uns nicht ihre Rohprodukte abliefern. Vor Ort müssen die Produkte verarbeitet werden. Dann kommt Profit ins Land und die verwöhnte Welt zahlt halt dann 20,- Euro für 500g. Das waere fair! Uns geht es viel zu gut. Daran krankt die übrige Welt!

    K. P.

Wenn eine so große Organisation wie Aldi eine solche Aktion macht, habe ich auch das Vertrauen, dass das bei den Kleinbauern hilft. Nur noch Aldi-Fairtrade-Kaffee.

Karl schoof
    Simon Binder

    Vielen Dank für Ihren Kommentar!

    Simon Binder

    Was hat die Größe eines Unternehmens damit zu tun? Aldi und Fairer Handel passt für mich nicht zusammen. Fair Trade ist da doch nur ein Feigenblatt. Wie viele Produkte hat Aldi im Sortiment und welchen Anteil haben da fair gehandelte?

    Gerlinde M-L

Können wir diesem Projekt auch wirklich trauen oder gibt es damit noch Haken und Ösen??
Wer kann dies von außerhalb ALDI glaubhaft bestätigen?

Ordasc

Ich kaufe gerne bei Aldi-Süd denn dort ist viel gutes preiswert -vor allem FRISCH- zu haben.
Aber warum gibt es keinen Espresso-Kaffee für eine Hebel-Maschine zu kaufen?

R. Liebhart
    Simon Binder

    Vielen Dank für Ihr Lob. Bei der Zusammenstellung unseres Sortiments richten wir uns nach der Nachfrage unserer Kunden. Ich gebe Ihren Hinweis aber gerne an den Einkauf weiter.

    Simon Binder

In Anbetracht des sich immer größer werdenden sozialen Gefälles zwischen den Industrie – und den sog. Entwicklungsländern sowie der von vielen ignorierten, sich anbahnenden Klimakatastrophe ist Ihr Engagement nur konsequent. Bitte weiter so

Frank Kobelka
    Simon Binder

    Vielen Dank für Ihren Beitrag!

    Simon Binder

Ja ein guter Anfang,
wenn die Bauern Bäume od. ähnliche abwechslungsreiche Pflanzen dazwischen od. hier & da gedeihen lassen verschwinden die Schädlinge von alleine und Chemikalien werden nicht benötigt.
Monokultur für zu einem energetischen Ungleichgewicht der, Pflanzen daher ist in der Natur soviel Abwechslung (alles hat einen Grund).
Besten Dank nützen sie diesen Hinweis es kommt allen zugute.

Manfred Hauser Erl.
    Simon Binder

    Vielen Dank für Ihren Kommentar und den Hinweis!

    Simon Binder

Finde ich toll!

Steffi Esposito
    Simon Binder

    Vielen Dank!

    Simon Binder

wir trinken schon lange fairtrait kaffe von aldi .
hoffe das es auch ehrlich ist und die bauern davon provitieren.

SCHULZ INGEBORG

Ich wundere mich über diese Aktion. Bisher hat ALDI keinerlei Unterstützung für arme Bauern getätigt. Lassen wir uns überraschen, wer überprüft das?
Bitte angeben, wer die Ansprechpartner für dieses Projekt vor Ort sind.
Berichten kann man nicht glauben, wenn sie nicht nachvollziehbar sind.
Bitte alle in der Struktur angeben bis hin zu den Bauern, die den Kaffee für ALDI anbauen. Wirklich Unabhängige sollten das überprüfen.
Keine Vorschusslorbeeren, erste beweisen.

Ingrid Graf

was innteresiert mich hondurs es geht um uns deutechen bauern

Alfred Neumann

Als einer der größten Discounter Deutschlands kann Aldi einen sehr wertvollen Beitrag zur dringend notwendigen Bewusstseinsbildung der Deutschen über Ernährung beitragen. Jede Veränderung zu mehr Ökologie und biologischer Landwirtschaft ist so lobenswert wie notwendig. Wir haben viel zu viel Chemie (Farbstoffe, Konservierungsmittel etc.) in unserem Essen und werden dadurch chronisch krank. Die Rechnung dafür kommt meistens im Alter – wir verlieren Lebensqualität und Lebensfreude.

Andreas Wörmann

Sehr schönes Engagement – weiter so!
Auch der Preis ist gut.

Wolfgang Tatzel
    Simon Binder

    Herzlichen Dank für das Lob!

    Simon Binder

…natürlich machen das die Discounter nicht aus reiner Nächstenliebe…ich finde es aber sehr gut, daß damit begonnen wird ….wie heißt es so schön…weniger ist besser als nichts und wenn dann für die Erzeuger spürbar mehr auskommt ist es für alle ein Erfolg…hoffentlich machen bald alle mit…aber nicht nur auf dem Lebensmittelsektor…

weiter so…

Gruß

HB

Hoffrichter Bernd

bestätigt mal wieder, was ich instinktiv schon immer ahnte! Herzlichen Glückwunsch!

Angelika Oles-Guhl

Ich finde das auch sehr gut und habe den Kaffee schon mehrfach gekauft. Die Packung ist ja ca. 2 Euro teurer als nicht fair gehandelter Kaffee. Wenn davon wirklich was bei den Kleinbauern ankommt, dann bin ich gerne bereit diesen Mehrpreis zu zahlen.

Lobenswert wäre eine ähnliche Aktion aber auch für deutsche Milchbauern. Denen gehts auch nicht gerade rosig.

Stefan B.

Hallo,
hört sich gut an! In Honduras war ich vor Jahren in der Entwicklungszusammenarbeit tätig. Damals war der Kaffee-Qualitätsstandard noch nicht so entwickelt, dass die EU Einfuhren zuliess. Wollen Sie mir mitteilen, aus welchen honduranischen Orten Ihr Import-Kaffee stammt? Würde mich interessieren.

R. Frey

Für mich und meine Familie ist Aldi das Beste was sein kann

Regina

Spenden – kommen sie an in der 3. Welt. Oft nicht so wie es notwendig wäre. A b e r , diese Menschen unterstützen durch den Aufkauf ihrer Produkte, das ist wirkliche Hilfe. Lieber zahle ich etwas mehr für ein Produkt und kann somit ärmere Menschen helfen zu Überleben. S U P E R Firma Aldi

Sieglinde Oehl

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