Lesedauer 4 Minuten

ALDI sorgt für mehr Tierwohl – verspochen! Das ist die wichtigste Botschaft, die wir euch heute mitgeben möchten. Denn wir haben heute zusammen mit ALDI Nord ein großes Versprechen für das Tierwohl abgegeben: ALDI wagt den #Haltungswechsel. Das bedeutet, dass ihr bis 2030 nur noch Frischfleisch* aus tiergerechterer Außenklima- und Bio-Haltung bei ALDI findet.

Der Haltungswechsel ist eine große und wichtige Sache. Für uns, für unsere Lieferanten und die Landwirte, für unsere Kunden und vor allem für die Tiere. Wir haben bei Erik Döbele, Managing Director Buying & Services bei ALDI SÜD, nachgefragt, was ALDI vorhat und wollten auch wissen, warum mehr Tierwohl nicht schneller geht.

ALDI stellt Frischfleisch-Sortiment auf Haltungsform 3 und 4 um

Erik, was steckt hinter dem #Haltungswechsel, den ALDI jetzt verkündet hat?

Erik Döbele, Managing Director Buying & Services bei ALDI SÜD

Hinter dem Haltungswechsel steckt ein ehrgeiziger Plan – und eine echte Herzensangelegenheit: Wir stellen deutschlandweit unser gesamtes Frischfleisch-Sortiment auf die Haltungsformen 3 und 4 um. Schon ab 2025 gibt es keine Frischfleischprodukte der Haltungsform 1 mehr bei ALDI. Spätestens ab 2030 gibt es Hähnchen, Pute, Schwein und Rind ausschließlich aus den Haltungsformen 3, also Außenklima-Haltung, oder 4, der Premium-Haltung, wie beispielsweise Bio-Ware. Wir haben in den letzten Jahren bereits verschiedene Fleischartikel aus Haltungsform 3 und 4 in unser Sortiment aufgenommen und sind laut GfK seit 2019 Marktführer beim Umsatz mit Bio-Frischfleischprodukten, sprich: das meiste Frischfleisch in Bio-Qualität wird bei uns gekauft.

Du sagst „schon“ ab 2025 gibt es keine Haltungsform 1 mehr bei ALDI – das sind noch vier Jahre, bis 2030 entsprechend länger. Geht das nicht schneller?

Das geht tatsächlich nicht „einfach“ von heute auf morgen. Hier muss man den gesamten Markt sehen: Der Fleischmarkt ist ein globales Geschäft mit vielen komplexen Strukturen. Rund 90 Prozent der deutschen Landwirte produzieren heute nach wie vor auf die konventionelle Art und Weise; ein großer Teil der Ware wird exportiert. Wir müssen daher den Fleischproduzenten Zeit geben, die höheren Standards umzusetzen.

ALDI stellt sein Frischfleisch-Sortiment konsequent auf Haltungsform 3 und 4 um

Haltungswechsel: Wir möchten, dass tiergerechtere Haltung zum Standard wird

Wieso glaubst du, dass der Plan funktioniert?

Unser Haltungswechsel ist nicht nur ein Lippenbekenntnis, sondern ein klares Ja zu mehr Tierwohl. Dahinter stehen wir zu hundert Prozent. Bereits seit Jahren arbeiten wir daran, immer mehr Fleisch aus den höheren Haltungsformen anzubieten. Jetzt gehen wir den für uns logischen nächsten Schritt und stellen konsequent auf Haltungsform 3 und 4 um. Wir sind davon überzeugt, hier das Richtige zu tun. Das erfordert auch Mut und Durchhaltevermögen. Wir gehen beim Thema Tierwohl gern voran, aber wir können den Weg nicht alleine gehen. Deshalb hoffen wir, dass sich andere Marktteilnehmer schon bald dem #Haltungswechsel anschließen und wir gemeinsam dafür sorgen, dass tiergerechtere Haltung zum Standard wird.

Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis auch in Zukunft bei ALDI

Also ein Plan mit einigen Herausforderungen?

Genau. Denn wir möchten mit unserem Vorhaben zur strukturellen Neuausrichtung der Landwirtschaft beitragen. Wir sehen einerseits, dass unsere Kunden sich mehr Tierwohl wünschen. Aber wir sehen auch die Herausforderungen der Landwirte. Sie müssen Futtermittel umstellen und Ställe ausbauen. Das geht bei allem guten Willen nicht von heute auf morgen. Außerdem müssen sie sich sicher sein können, dass das Fleisch auch einen Abnehmer findet. Diese Sicherheit geben wir ihnen.

Das heißt, auch die Kunden müssen bereit sein, mitzumachen. Bedeutet das auch, dass sie mehr für ihr Fleisch bezahlen müssen?

Unsere Kunden sind natürlich auch entscheidend dafür, dass unser Plan funktioniert. Denn am Ende muss das Fleisch in unseren Filialen gekauft werden, damit sich die aufwändigere Produktion lohnt. Deshalb sehen wir es als unsere Aufgabe an, weiter über die verschiedenen Haltungsformen aufzuklären und ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass es mehr Tierwohl nicht zum Nulltarif gibt. Wir sehen ganz klar, dass unsere Kundinnen und Kunden bereit sind, hier mit uns an einem Strang zu ziehen. Der Umsatz mit Bio-Frischfleisch steigt beispielsweise kontinuierlich an. Auch unseren Kunden geben wir ein Versprechen: Bei ALDI wird es auch in Zukunft immer das beste Preis-Leistungs-Verhältnis geben.

Fleisch aus tiergerechterer Haltung soll zu einer Selbstverständlichkeit werden
Fleisch aus tiergerechterer Haltung soll zu einer Selbstverständlichkeit werden

Warum geht ausgerechnet ALDI als Discounter hier voran?

Nachhaltigkeit ist längst mehr als ein Trend. Der Wunsch nach einer bewussten, umweltorientierten und nachhaltigen Lebensweise wächst immer mehr. Wir bei ALDI möchten, dass sich jeder nachhaltige Produkte leisten kann. Tierwohl und Nachhaltigkeit gehören zusammen. Dafür stehen wir. Wer bei ALDI Frischfleisch kauft, soll sich sicher sein, dass es aus tiergerechterer Haltung stammt. Bio-Fleisch soll nicht zum Luxusgut werden. Wir möchten, dass sich Menschen aller Einkommensschichten einen nachhaltigen Fleischkonsum leisten können.

#haltungswechsel

Wenn ihr mehr über das Thema und die unterschiedlichen Haltungsbedingungen erfahren möchtet, lohnt sich ein Blick auf die Nachhaltigkeits-Seite auf unserer Homepage, auf der wir euch zum Beispiel die unterschiedlichen Anforderungen der vier Haltungsformen näher erklären.

 

* bezogen auf Umsatz (Durchschnitt ALDI Nord & ALDI SÜD) in Deutschland mit Frischfleisch der größten Nutztiergruppen Rind, Schwein, Hähnchen und Pute; ausgenommen (internationale) Spezialitäten und Tiefkühlartikel.

Berit Hullmann
Berit Hullmann
Seit 2017 gehöre ich zum Presseteam in der externen Kommunikation bei ALDI SÜD. Hier kümmere ich mich hauptsächlich um Themen aus dem Bereich Nachhaltigkeit und Corporate Responsibility. Bei ALDI SÜD greife ich besonders gern beim Bio-Sortiment zu. Mein ALDI SÜD Must-Have waren jahrelang allerdings die wiederverschließbaren Baby-Feuchttücher unserer Eigenmarke Mamia.

2 Kommentare

Avatar
Das ist echt ne Wucht!Da schafft es Aldi, innerhalb von nur fünf Jahren den Anteil der Haltungsformen drei und vier von 15 %/2021 auf 30 %/2026 glatt zu verdoppeln!Ja, und dann brauchen die Grünen Seelen von Aldi nur noch vier Jahre, die restlichen 70 % endgültig den“tier-un-gerechten“ Haltung Formen eins und zwei zu entreißen.Das nenne ich ambitioniert! Nun fragt sich die unbedarfte Seele von heute, ob der Haltungswechsel da nicht eher für über-über-morgen gilt. Ob der Verzicht auf Haltungsform eins nicht schon in 2021, mindestens in 2022 möglich wäre. Ob eine nachhaltige Haltungsänderung nicht durch 100 % in Haltungsform vier (und gegebenenfalls besser) bis zum Ende des Jahrzehnts ambitioniert wäre. Tja und dann prangen auf dem Papier die FSC /Blauer Engel. Gleichzeitig werden im Laden wieder einmal die unsäglich, unnötigen Plastik-Emoticons (jedes einzelnen in einem kleinen Pappbehälter verpackt) zur EM verteilt.Hallo? Reden wir nicht schon seit VOR-Gestern über Plastik-Vermeidung? Naja, wenn es auch neun Jahre braucht, wie bei der Haltungsänderung, dann könnten vielleicht schon 2025 derartige Dinge der Vergangenheit angehören. Das ist echt ne Wucht, oder?
Antworten
Avatar
Gut, dass es jemand anpackt und Dinge verändert. Die Erde kollabiert, wenn wir nicht tatkräftig alle in dieselbe Richtung denken. Das kann man jetzt wieder kaputt kommentieren. Aber Fakten lügen nicht. Insofern gut so, weiter so!
Antworten

Hinterlassen Sie uns einen Kommentar