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Ein großer Anteil an Mikroplastik entsteht im Alltag. Häufig ist uns das gar nicht bewusst. Kosmetika und Reinigungsmittel enthalten kleinste Plastikteilchen, die über das Abwasser in die Umwelt gelangen. Und auch beim Waschen von synthetischen Textilien wird Mikroplastik freigesetzt. Alexander Nolte und Oliver Spies haben dieses Problem erkannt. Mit ihrem nachhaltigen Waschbeutel „Guppyfriend“ entwickelten sie eine praktische und einfache Lösung für den Haushalt. Im Interview verraten uns die Erfinder, wie die Idee für ihren Alltagshelfer entstanden ist und welchen Mehrwert er für die Umwelt leistet. Ab dem 25.2. ist der Waschbeutel „Guppyfriend“ in der Größe S in allen ALDI SÜD Filialen erhältlich.

Alexander, wieso befindet sich Mikroplastik in unserer Kleidung?

Heutzutage besteht die Mehrheit der angebotenen Kleidung aus Plastikfasern. Jeder hat sicherlich schon einmal die Materialien Acryl, Elastan oder Polyester auf einem Textilschild gelesen. Dabei handelt es sich um synthetische Fasern, durch die Mikroplastik in der Umwelt entsteht. Beim Tragen oder Waschen brechen diese kleinsten Plastikteilchen häufig ab und gelangen in unsere Gewässer. Sie zerfallen zu immer kleineren Plastikteilchen, die sich in der Umwelt weiterverbreiten. Über die Nahrungskette kommt das Mikroplastik zu uns zurück. Es wurde bereits in Lebensmitteln sowie im menschlichen Körper nachgewiesen.

Der nachhaltigen Waschbeutel „Guppyfriend“ ist ein praktischer Alltagshelfer.

Oliver, wie entstand die Idee für den „Guppyfriend“?

Mithilfe von eigenen Tests haben wir das Ausmaß der Plastikverschmutzung beim Waschen von Textilien erkannt. Wir arbeiten täglich an nachhaltigen Produktinnovationen und so war es uns wichtig, diese Quelle des Mikroplastiks zu stoppen. Mit dem patentierten „Guppyfriend“ haben wir eine erste, pragmatische Lösung entwickelt, mit der jeder ganz einfach Mikroplastik vermeiden und die Umwelt zu schützen kann. Dafür ist es nur erforderlich, die eigenen Waschgewohnheiten etwas anzupassen.

Was bedeutet „Guppyfriend“ überhaupt?

Sinngemäß aus dem Englischen übersetzt, heißt Guppyfriend „Fischfreund“. Wir haben damit nicht das Problem in den Mittelpunkt gestellt, sondern diejenigen, die es betrifft: Fische und andere Lebewesen in unseren Gewässern. Mit unserem Produkt soll ihr Lebensraum geschützt werden. Jeder, der den „Guppyfriend“ nutzt, ist also ein Freund der Guppies (Fische) und der Umwelt.

Alexander, wie funktioniert der „Guppyfriend“?

Dank seiner glatten Oberfläche schont der „Guppyfriend“ Waschbeutel Textilien beim Waschvorgang. Bei komplett synthetischer Kleidung lösen sich 86 Prozent weniger Fasern. Vereinzelt abgebrochene Fasern fängt der „Guppyfriend“ auf. Sie können über den Müll ganz einfach entsorgt werden. Der Waschbeutel schont damit die Kleidung und die Umwelt.

Nach dem Waschvorgang die vereinzelt abgebrochenen Fasern im Restmüll entsorgen.

Was muss ich bei der Nutzung des Waschbeutels beachten?

Für eine lange Lebensdauer des Waschbeutels sollte dieser maximal bei 40 Grad gewaschen und nicht gebügelt oder in den Wäschetrockner gegeben werden. Damit die enthaltene Wäsche richtig sauber wird, ist er maximal zu 2/3 zu befüllen. Zusätzlich sollte grober Schmutz an der Kleidung entfernt und scharfkantige Gegenstände vermieden werden. Wer auf mikroplastikfreies Waschmittel achtet, leistet einen weiteren Beitrag für die Umwelt. Nach dem Waschvorgang ist wichtig, die vereinzelt abgebrochenen Fasern nicht auszuspülen, sondern im Restmüll zu entsorgen.

Oliver, gibt es Ideen für weitere Produkte?

Wir beschäftigen uns fortlaufend mit der Entstehung von Mikroplastik und arbeiten dabei eng mit Partnern, wie Universitäten und Laboren zusammen. Dadurch haben wir bereits viele Erkenntnisse über die Quellen von Mikroplastik gewonnen. Dazu gehört auch der Hausstaub, der bis zu 90 Prozent aus Mikroplastik besteht. Aktuell arbeiten wir an einem Produkt, das nach den gleichen Regeln wie der „Guppyfriend“ funktionieren wird: eine einfache und schnell anwendbare Lösung für jedermann.

 

Annika Büschken
Annika Büschken
Als Teil des Teams Corporate Communication bin ich Schnittstelle zu Journalisten und Medienvertretern und versorge diese mit spannenden und vielseitigen Infos rund um ALDI SÜD. Das sind meine Lieblingsprodukte: Büffelmozzarella, Weltmeisterkäse Gmunder Berg und dazu ein Glas Leitz Riesling aus dem Rheingau. Seitdem ich bei ALDI SÜD arbeite, lege ich viel mehr Wert auf einen nachhaltigen Lebensstil und kaufe fast ausschließlich Bio-Produkte. Denn was viele nicht wissen: Bei uns gibt es mit rund 350 Bio-Artikel eine super Auswahl.

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