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Zwetschgen sind klassischen Pflaumen zum Verwechseln ähnlich. Zwetschgen sind jedoch kleiner, bläulicher, haben eine länglichere Form und enthalten weniger Wasser. Daher sind sie auch ein beliebtes Topping auf dem sommerlichen Kuchen. Wir waren zu Besuch bei Gerhard Gaul, einem unserer Zwetschgen-Bauern in Rheinhessen. Dort haben wir erfahren, wie die regionalen Zwetschgen aus Deutschland heranwachsen und wann wir sie für Kuchen & Co einplanen können.

Hier kommen die frischen Zwetschgen her

Bei Bauer Gaul stehen auf 1,5 Hektar Land 1000 Bäume, an denen vier Monate lang verschiedene Zwetschgen-Sorten wachsen. Insgesamt baut er bis zu zwölf Sorten an. In den restlichen sieben Monaten im Jahr müssen die Bäume vernünftig umsorgt werden. Sobald die letzten Pflaumen vom Baum gepflückt sind geht es zum frühen Winter im unbelaubten Zustand weiter. Wenn die Blätter abfallen, werden die Äste zurechtgeschnitten. Im Frühjahr geht es dann mit dem Austrieb der Bäume weiter. Ähnlich wie bei den Johannisbeer-Sträuchern werden auch die Zwetschgen-Bäume nicht extra bewässert. Denn die Bodenbedingungen sind in Deutschland so gut für die Früchte, dass sie zum Heranwachsen nur Regenwasser brauchen.

Zwetschgen aus Deutschland: Wann haben sie ihre Hochphase?

Ganze fünf Monate bekommt man die kleinen blauen Früchte aus Deutschland. Im Juni gibt es die ersten Zwetschgen. Zuletzt bekommt man sie im Oktober. Die Hauptsaison ist jedoch im Juli, August und September. „In unseren Betrieben pflanzen wir beispielsweise drei verschiedene Sorten an, die vom Reifezeitpunkt nacheinander reifen.“ sagt Obstbauer Gaul.

Auf den Feldern von Bauer Gaul stehen 1000 Zwetschgen-Bäume
Auf den Feldern von Bauer Gaul stehen 1000 Zwetschgen-Bäume

Pro Jahr erträgt ein Baum 30 bis 40 Kilogramm Zwetschgen

Zwetschgen-Bäume geben sehr viel Obst her. Doch wie viele Bäume braucht ein Obstbauer, um auch uns als Discounter mit entsprechenden Mengen beliefern zu können? Unser Bauer Gaul erntet täglich circa vier Tonnen der kleinen blauen Früchte von seinen Bäumen. Dafür sind acht Erntehelfer im Einsatz. Mit einer Leiter ausgestattet werden die Zwetschgen direkt von den Bäumen gepflückt und in Körben gesammelt. Danach vermessen die Erntehelfer noch auf dem Feld die Zwetschgen und sortieren diese nach Größen. Unmittelbar nach der Ernte werden die vier Tonnen zum nahegelegenen Verpacker gebracht und damit zum Lieferanten.

Beim Verpacker wird das Obst portionsweise in Kartonschalen verpackt
Beim Verpacker wird das Obst abgewogen portionsweise in Kartonschalen verpackt

Nach der Ernte geht’s an die Verpackung

Der Lieferant verpackt das leckere Obst portionsweise in Kartonschalen. Sobald die Verpackung sitzt, liefert der Lieferant die Früchtchen gekühlt an acht ALDI SÜD Regionalgesellschaften in Hessen und NRW aus. Gemeinsam mit anderen Obstbauern erhält ALDI SÜD in der Saison aus Rheinhessen täglich 80 bis 100 Tonnen Zwetschgen. „Die Prozesse nach der Ernte sind optimal zwischen uns, also dem Erzeuger, Verpacker und ALDI SÜD abgestimmt. Nur so können wir den ALDI SÜD Kunden frische Zwetschgen zur Verfügung stellen.“
Der Blogger Alex Göcke hat sich die Felder genau angesehen und lüftet in seinem Video das Geheimnis der Wachsschicht, also der sogenannten Beduftung der Zwetschge.

 

 

Bis Ende September könnt ihr also noch leckere Rezepte mit Zwetschgen ausprobieren. Einfach und schnell geht es mit unserem Rezept für eine Zwetschgen-Galette. Einen etwas weiteren Weg in die Filialen legt unser Fairtrade-Orangensaft hinter sich.

Anna Maria Lennertz
Anna Maria Lennertz
Bei ALDI SÜD bin ich mitverantwortlich für die interne Kommunikation. Wir bereiten Themen aus der Mitarbeiterperspektive auf − ich schreibe also Texte für all unsere internen Medien. Das sind meine Lieblingsprodukte: Fresh-Cut-Salate, Brezeln, Kürbiskerne und unsere Bio-Aktionsartikel. Seitdem ich bei ALDI SÜD arbeite, esse ich noch mehr Nussknacker-Schokolade.

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