Flüchtlinge finden Arbeit bei ALDI SÜD

Inzwischen arbeiten viele ehemalige Flüchtlinge bei ALDI SÜD – unter anderem in den Filialen und im Bereich Logistik. Wir haben mit einigen von ihnen über ihren Start bei uns gesprochen.

Aus Afghanistan an den Niederrhein

Samim Beghash ist 19 Jahre alt, kommt aus Afghanistan und lebt seit Herbst 2015 in Goch am Niederrhein. Als der ehemalige Flüchtling etwas Deutsch konnte, hat er mit der Jobsuche begonnen. Er bekam viele Absagen, blieb aber hartnäckig. „Ich wollte mich weiterentwickeln, am liebsten bei einem großen Unternehmen. Ich habe es immer wieder probiert“, sagt er heute. Mit einer Online-Bewerbung auf karriere.aldi-sued.de klappte es schließlich. „Auf einmal ging es ganz schnell. Ich bekam einen Anruf, und wir haben uns unterhalten. Kurz danach hatte ich mein Vorstellungsgespräch.“ 2017 konnte er bei der ALDI SÜD Regionalgesellschaft Rheinberg eine Ausbildung zum Verkäufer im Einzelhandel beginnen.

Samim Beghash kommt aus Afghanistan und lebt seit Herbst 2015 in Goch am Niederrhein. Als er etwas Deutsch konnte, hat er mit der Jobsuche begonnen. Seit 2017 arbeitet er für uns.

Challenge-Gewinner

Gleich im ersten Ausbildungsjahr erlebte Samim Beghash eine weitere Überraschung. Zusammen mit 35 weiteren Azubis von der ALDI SÜD Regionalgesellschaft Rheinberg gewann er die Azubi Challenge. Das ist ein Wettbewerb, an dem über 1600 ALDI SÜD Azubis aus Süd- und Westdeutschland teilnahmen. Die Hälfte der 5000 Euro Siegesprämie spendeten sein Team und er einem örtlichen Hospiz-Verein. Während der 19-Jährige bis vor zwei Jahren selbst noch auf Hilfe und Unterstützung angewiesen war, ist er nun Teil der ALDI SÜD Familie und kann mit dem Gewinn andere Menschen unterstützen. Bei der Scheckübergabe der 2500 Euro war Samim Beghash dabei. „Es ist ein sehr schönes Gefühl, anderen Menschen helfen zu können.“

Einstieg über Praktikum

Geflüchtete Menschen müssen auf dem deutschen Arbeitsmarkt einige Hürden meistern, bevor sie durchstarten können. Denn in der Regel kommen sie ohne Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis nach Deutschland. Farhadtullah Merzai ist der Einstieg in einen neuen Job dennoch gut gelungen. Er macht seit September 2017 eine Ausbildung zum Verkäufer im Einzelhandel. Angestellt ist er bei der ALDI SÜD Regionalgesellschaft Mahlberg. Seine Filiale liegt in Lahr, mitten im Schwarzwald. Der 27-jährige Afghane hatte in seiner Heimat schon fünf Jahre im Großhandel gearbeitet. Nach einem Deutschkurs stieg er über ein sechswöchiges Praktikum bei ALDI SÜD ein.

Farhadtullah Merzai kommt aus Afghaniostan und arbeitet in der ALDI SÜD Regionalgesellschaft Mahlberg.

Die Zukunft vorbereiten

Vieles ist noch neu und ungewohnt. Aber Sprache und Schrift sind der Schlüssel zum Leben in Deutschland. „In Afghanistan lesen und schreiben wir von rechts nach links. Auch die Zahlen“, sagt er. Viele Produkte wie Sauerkraut und Schmelzkäse waren völlig neu für ihn. Mittlerweile kennt er sich mit dem Sortiment gut aus. Ihn begeistern Produkte, die es in seiner Heimat so nicht gibt: „In Deutschland gibt es Brot und Brötchen in allen Variationen. So eine so Backkultur kenne ich aus meiner Heimat nicht. Das gefällt mir sehr gut.“ Die Ausbildung bei ALDI SÜD bedeutet ihm viel: „Zuerst möchte ich mir eine eigene Wohnung leisten können. Dann habe ich mehr Ruhe und kann mich besser auf meine Prüfungen vorbereiten.“ Sein Wunsch für die Zukunft? „Eine eigene Familie. Das wäre schön.“

Unterstützung bei Bewerbung

Eine Neuerung bei ALDI SÜD hat Mahmoud Zuhdi den Einstieg erleichtert. Immer mehr Filialen verfügen über MEINE BACKWELT, ein Angebot mit bis zu 40 Backartikeln. Unsere „Aushilfen Verkauf Backwaren“ – so der offizielle Jobtitel – kümmern sich darum, dass die Waren immer frisch und lecker bereitliegen. Mahmoud Zuhdi, der vor zwei Jahren aus Syrien kam, hat diesen Job in unserer Filiale im Rhein-Ruhr-Zentrum in Mülheim an der Ruhr übernommen. „Meine Freunde haben mich gefragt, wo ich arbeiten möchte. Ich sagte sofort: bei ALDI! Da gehe immer einkaufen und finde das toll.“ Eine deutsche Familie unterstützte ihn. „Ich habe ein B1-Sprachzertifikat, aber alleine hätte ich das nicht geschafft. Vier Wochen später hatte ich einen Vertrag für 10 Stunden pro Woche“, sagt er. „Ich konnte es erst nicht glauben, aber ich habe es geschafft!“

Mahmoud Zuhdi kam vor zwei Jahren aus Syrien nach Deutschland. Heute arbeitet er in der ALDI SÜD Filiale im Rhein-Ruhr-Zentrum in Mülheim an der Ruhr.

Pläne für die Zukunft

Auch sein Team freut sich über die Verstärkung. „Er hat von Anfang an gezeigt, dass er unbedingt mit uns arbeiten möchte. Dass er noch nicht so gut Deutsch sprach, war erst einmal nebensächlich“, sagt Regionalverkaufsleiterin Julia Schütze. Filialleiter Sascha von der Heiden bestätigt das: „Er geht mit Herzblut und Einsatz an die Arbeit. Das steckt uns alle positiv an.“ Mittlerweile ist Mahmoud Zuhdi ein echter Backspezialist. Sein Vertrag wurde auf 20 Stunden die Woche erhöht, und für seine Zukunft hat er klare Pläne: „Ich nehme noch einen Sprachkurs und möchte dann meine Ausbildung bei ALDI SÜD beginnen. Ich bin glücklich hier.“

Integrationsmaßnahmen

ALDI SÜD unterstützt die Integration ehemaliger Flüchtlinge. Einsteigen können sie bei uns direkt über einen Arbeits- oder Ausbildungsvertrag. Alternativ erhalten Bewerber die Möglichkeit im Rahmen eines Praktikums Einblicke in die Arbeitswelt bei ALDI SÜD zu erhalten. Bewerber, die sich für eine Ausbildung bei ALDI SÜD interessieren, aktuell aber noch nicht ganz für den Ausbildungsbeginn geeignet sind, können an einer sechs- bis zwölfmonatigen Schulung teilnehmen. Wer sich in dieser Zeit beweist und motiviert ist, hat gute Chancen auf einen Ausbildungsvertrag bei ALDI SÜD.

Wer Interesse an einem Job bei ALDI SÜD hat, kann sich auf unserer Karriere-Webseite über Stellenangebote und Einstiegsmöglichkeiten informieren: karriere.aldi-sued.de

 

Kommentare

Flüchtlinge finden Arbeit bei ALDI SÜD.

Das habe ich persönlich schon in mehreren Filialen beobachten können.
Bisher arbeitete an den Regalen „deutsches“ Personal. Wo ist dieses jetzt geblieben?
Hat bei Aldi jetzt auch ein Verdrängungs-wettbewerb in den unteren Lohngruppen begonnen? Schrecklich.

S.Uhl
    Tobias Neuhaus

    Guten Tag Herr Uhl,
    auch wenn wir die Integration von ehemaligen Flüchtlingen unterstützen, wird dadurch kein bestehendes Personal verdrängt. Jede eingehende Bewerbung wird bei uns individuell nach den entsprechenden Einsatzmöglichkeiten geprüft und entsprechend entschieden. Wie Sie zur Ansicht kommen, dass ein „Verdrängungswettbewerb“ stattfindet, können wir uns leider nicht erklären.

    Viele Grüße

    Tobias Neuhaus

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