Dienstkleidung im Wandel der Zeit

Neue Filialen, neues Logo und bald auch neue Dienstkleidung: Über die Designrichtung der zukünftigen Filialbekleidung konnten gestern Abend bei einer Fashion-Show in München alle Mitarbeiter per Live-Voting abstimmen. Zur Wahl standen drei Designrichtungen. Diese hatten Studierende der AMD Akademie Mode & Design in München seit Oktober 2017 im Rahmen eines Designwettbewerbs kreiert. Unterstützt wurden sie dabei von Modedesigner Thomas Rath. Nun geht es für das Gewinner-Design in den Praxistest in die Filialen. Bis es soweit ist, möchten wir zurückblicken auf knapp 100 Jahre Geschichte der Dienstkleidung bei ALDI SÜD.

Eines steht bei allen Filialbekleidungen von Anfang an fest: Einheitlich sollen sie sein, damit die Mitarbeiter direkt erkennbar sind und das Unternehmen einheitlich repräsentieren. Schließlich sind sie das Aushängeschild von ALDI SÜD.

Die Anfänge in den 20ern

Das waren noch Zeiten: Nachdem die Mutter von Karl und Theo Albrecht den ersten Lebensmittelladen in Essen-Schonnebeck eröffnet hat, kauft die Familie ein Wohn-und Geschäftshaus in der dortigen Huestraße 89 in Essen-Schonnebeck. Mit dem Umzug erfolgt die erste Vergrößerung des Lebensmittelladens, wo weitere Mitarbeiter natürlich nicht fehlen dürfen. Deren Kleidung ist ganz klassisch: Lange weiße Kittel, die ein bisschen an Apotheker erinnern. Wie in einer Apotheke funktionierte auch das damalige Verkaufsprinzip: Die Kunden stellten sich an die Theke und sagten den Mitarbeitern, welche Lebensmittel sie gerne hätten.

Die Innovation „Selbstbedienungsladen“

Nachdem Karl und Theo den elterlichen Betrieb übernommen haben, starten sie Ende der 40er den Ausbau zum Filialbetrieb. Bis Mitte der 50er Jahre haben sie ihr Filialnetz auf 77 Standorte vergrößert. Und ihre Läden tragen inzwischen auch einen Namen: „Albrecht“. Analog dazu trägt die Dienstkleidung der Mitarbeiter zu einer stärkeren Identifikation mit dem jungen Unternehmen bei: Auf den Kitteln ist der Name „Albrecht“ aufgedruckt.

Und noch etwas ist neu: In den Albrecht-Läden können die Kunden ihre Lebensmittel selbst aussuchen und werden nicht mehr wie bisher an der Theke bedient.

Es lebe das Discountprinzip

Anfang der 60er beschließen Karl und Theo Albrecht, das Geschäft aufzuteilen: Sie gründen die Unternehmensgruppen ALDI SÜD und ALDI Nord. 1962 wird die erste richtige ALDI (Albrecht Diskont) Filiale im Discount-Prinzip eröffnet. An der Kleidung der Mitarbeiter hat sich bis dato nicht viel geändert. Nach wie vor tragen sie einfache weiße Kittel – das passt zu den Albrecht-Brüdern, die immer die Kosten im Blick hatten und zunächst einmal möglichst günstige Waren anbieten wollten.

Mut zur Farbe

Karl Albrecht setzt auf einen schnellen Ausbau des Filialnetzes in Süd- und Westdeutschland: In den 70ern gibt es bereits 500 ALDI SÜD Filialen. Zum Vergleich: Heute sind es 1890. Die 70er lebten nicht nur von ausgefallenen Föhnfrisuren, sie waren auch bunt – ein Grund mehr, auch bei ALDI SÜD mehr Farbe in die Filialen zu bringen: Nachdem Mitte der 60er Jahre Blau als neue Unternehmensgrundfarbe festgelegt wird, fällt Ende der 60er die Entscheidung, dass auch die Mitarbeiterinnen im Verkauf künftig blaue Kittel tragen sollen. Diese waren weniger schmutzempfindlich als die weißen und trugen zu einem einheitlichen Auftritt bei. Der weiße Kittel blieb fortan der Filialleitung bzw. ihrer Stellvertretung vorbehalten, das blieb bis in die 90er Jahre so.

Damit die Filialkleidung noch einheitlicher wirkt, entscheidet sich das Unternehmen zu Beginn der 80er Jahre, den Mitarbeitern gleiche und kostenlose blaue Mitarbeiterkittel zur Verfügung zu stellen. In dieser neuen Variante kommen die blauen Elemente des ALDI SÜD Logos verstärkt in den Kitteln zum Einsatz: Dunkelblau als Basisfarbe und hellblau für die Verzierungen.

ALDI SÜD schafft die Kittel ab: Mitarbeiter als Allrounder

Im Laufe der Zeit verändern sich für die ALDI SÜD Mitarbeiter auch die Aufgaben: Die Filialen wachsen und damit auch das Sortiment. Nach wie vor gilt das ALDI-Prinzip: „Die Mitarbeiter können alle alles“ – also zum Beispiel in den Filialen Ware neu einräumen, Regale sortieren und Kassieren. Denn das macht auch den Erfolg der Discount-Filialen aus.

Klar, dass wachsende Filialen und mehr Aufgaben auch neue Anforderungen an die Dienstkleidung mit sich bringen. Die Mitarbeiter legen in den Filialen täglich mehrere Kilometer zurück, flexibel muss sie also sein und einfach zu tragen. Die altbewährten Kittel feiern damit ihren Abschied. Neu in den 2000ern sind Blusen und Hemden, zu denen die Mitarbeiter Hosen in allen Farben frei wählen und kombinieren können. Ebenfalls neu sind die Namensschilder auf den Oberteilen für Verkäufer. Die Filialleitung und Stellvertretung trugen schon in den 1980er Jahren Namensschilder. Sie sorgen neben dem einheitlichen Auftritt gleichzeitig auch für Individualität und Personalisierung.

Heute: Flexibel und freundlich

Eine freundliche, hellblaue Farbe zeichnet die aktuelle Dienstkleidung der ALDI SÜD Mitarbeiter aus. Für Herren gibt es Hemden, die Damen tragen Blusen. Unsere Auszubildenden erkennt man an ihren dunkelblauen Poloshirts mit hellblauem Kragen. Das aktuelle Logo ist auf allen Kleidungsstücken integriert und sorgt für einen einheitlichen Gesamteindruck.

Die Zukunft: modern und funktional

Wie die neue ALDI SÜD Dienstkleidung aussehen wird? Eine erste Idee haben wir gestern Abend bekommen. Das bisherige hellblau wird einem moderneren Design weichen. Das ist deshalb schön, weil sich die künftige Kleidung  an unserem neuen Filialkonzept orientiert und die Corporate Identity sowie die Marke ALDI SÜD stärkt. Bei der Erstellung der neuen Outfits legen wir viel Wert auf Funktionalität. Die Kleidung muss also den verschiedenen Klimazonen in den Filialen gerecht werden und dafür sorgen, dass den Mitarbeitern während der Arbeit weder zu kalt noch zu heiß wird. So gibt es je nach dem, ob sich der Mitarbeiter im Lager, im Kühlbereich oder am Backautomaten befindet, unterschiedliche Temperaturen. Deshalb geht es jetzt für die favorisierte Stilrichtung der neuen Kleidung in den Praxistest in die Filialen. Wir sind gespannt!

Kommentare

Ich bin gespannt und freu mich sehr auf ein neues Outfit bei der Arbeit :-)

Claudia Keller

    Ich komm dann gucken wie es Dir steht. 😊

    Jenny Schnitzler

Mich würde interessieren ob man die neuen Sachen bügeln muß

Brigitte Hebel

Der neue style Sieht richtig toll aus mal Schaun wie er sich tragen lässt 👍

Jenni

Hallo
Gibst die Blusen und Westen auch in Grösse xxs?

Nagi
    Nastaran Amirhaji

    Hallo Nagi,

    die Größen werden vermutlich denjenigen der noch aktuellen Kollektion entsprechen.

    Viele Grüße

    Nastaran Amirhaji

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