Besuch bei der „Germanwatch Klimaexpedition“ – Unterricht aus der Weltraumperspektive

Es ist Dienstagmittag. Anstatt in meinem Büro in Mülheim zu sitzen, drücke ich wieder die Schulbank. Ich bin heute Gast der 7. Klasse des St. Ursula Gymnasiums in Düsseldorf, um an der „Germanwatch Klimaexpedition“ teilzunehmen. Ein Klimabildungsprojekt für Schüler der Klassen 5 bis 13, für alle Schulformen.

Mitten unter uns ist Martin Fliegner, Moderator der Germanwatch Klimaexpedition. Seine Mission: die Kinder auf eine Reise durchs Weltklima mitzunehmen und ihnen anschaulich Ursachen und Wirkungen des Klimawandels zu zeigen. Ich staune nicht schlecht, als er seine aufwändige und hochmoderne Technik im Klassenraum aufbaut. Klimabildung sah bei mir in der Schule anders aus. Ich erinnere mich an angestaubte Lehrfilme und trockene Klimatabellen.

Blick auf die Satellitenbilder

Martin Fliegner nutzt aktuelle, meist live gezeigte Satellitenbilder unserer Erde und vergleicht diese mit archivierten Aufnahmen von früher. So fliegen wir per Satellitenbild zum Beispiel über den brasilianischen Regenwald heute und vor 30 Jahren. Dadurch sehen wir, wie stark der Wald durch Abholzung geschrumpft ist – in einem Beispiel um die Länge der Entfernung Düsseldorf – München. Die eindeutigen Aufnahmen bestürzen mich und ich habe das Gefühl, dass auch die Schüler erstaunt sind.

Martin Fliegner erzählt uns, dass diese Entwicklung für den Klimaschutz sehr bitter ist, da Bäume viel Kohlenstoff speichern können. „Der Brasilianische Regenwald wird hauptsächlich für die Rinderzucht und den Anbau von Viehfutter für die Fleischproduktion abgeholzt“, erklärt er und ergänzt: „Von 1990 bis 2010 wurden ca. 600.000 Quadratkilometer gerodet, das entspricht jährlich fast der Fläche Nordrhein-Westfalens.“

Geoscopia – Umweltbildung

Durchgeführt wird das Projekt von Wissenschaftlern und Klimapädagogen von Geoscopia – Umweltbildung. Martin Fliegner zum Beispiel ist Diplom Geograph und Geschäftsführer von Geoscopia. Er sagt von sich selber, dass er ähnlich wie der US-amerikanische Umweltschützer Al Gore die unangenehme Klima-Wahrheit darstellt, nur auf Deutsch. Das tut er tatsächlich, aber nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern auf eine inspirierende Art und Weise und mit einer persönlichen Note. Der Klimaexperte zeigt uns mit den Satellitenbildern ganz konkret die momentane Lage auf unserem Planeten und lässt uns den Klimawandel hautnah miterleben. Der Blick von oben, aus dem Weltall, auf die Erde macht auch am Beispiel des Gletscherschwundes die gravierenden Folgen des Klimawandels klar.

Ganz offensichtlich erzielt Martin Fliegner mit dieser Art von Unterricht Erfolg. Denn die Satellitenbilder haben die Schüler ergriffen und zum Nachdenken angeregt. Eine Schülerin schlägt vor, eine Umfrage zu starten. „Viele wissen bestimmt gar nicht, dass Fleisch essen einen Einfluss auf den Klimawandel hat und möchten vielleicht mehr darüber erfahren. Nach der Umfrage könnten wir eine Kampagne zu umweltfreundlicher Ernährung durchführen“, erklärt sie ihre Idee weiter.

Ich bin beeindruckt von so viel Reflexion und Transferdenken einer 12-Jährigen. Martin Fliegner hat es geschafft, die Schüler über eine spannende Technik für trockene Themen wie globale Umweltprobleme zu begeistern. Gleichzeitig hat er sie dazu animiert, selber aktiv zu werden.

ALDI SÜD und Klimaschutz

Was das mit ALDI SÜD und meiner Teilnahme an dem Unterricht zu tun hat? Auch wir bei ALDI SÜD möchten unsere Kunden für Umweltthemen begeistern und aktivieren. So konnten unsere Kunden Anfang 2017 online ein grünes Kraftwerk bauen. Für jede Kilowattstunde, die die Kraftwerke virtuell erzeugten, spendete ALDI SÜD zwei Cent an Klimaschutzprojekte. Eins davon ist die Germanwatch Klimaexpedition. Über die gemeinnützige Klimaschutzorganisation atmosfair fördern wir das Projekt an 30 Schulen in Deutschland.

Mehr zu unserem Engagement in Sachen Klimaschutz erfahrt Ihr hier. Darüber haben wir Ende des Jahres 2017 eine Erklärung zu mehr Klimaschutz unterzeichnet. Lest hier den Blogartikel dazu.

 

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