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Männerberuf, Frauenberuf – gibt es diesen Unterschied eigentlich noch? Katharina Oswald findet nicht. Die 21-Jährige aus Rust im Schwarzwald macht bei ALDI SÜD eine Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik. In ihrer Berufsschulklasse ist sie die einzige Frau unter 25 Männern. Als Exotin fühlt sie sich deshalb nicht. Uns hat sie erzählt, wie sie zu ihrem Job gekommen ist, warum er prima zu ihr passt und warum sie gerade kräftig trainiert.

Viele denken: Logistik, das ist ein Männerberuf. Wie bist du da reingerutscht?

Bei mir war es eher Zufall. Ich habe einen Nebenjob gesucht. Eine Freundin hat mir daraufhin die Stelle im Logistiklager von ALDI SÜD empfohlen. Das hat mir gefallen, und so bin ich auf den Geschmack gekommen. Dass es sich hier um einen sogenannten Männerberuf handelt kann ich absolut nicht bestätigen. Bei den ausgebildeten Fachkräften überwiegen zwar die Männer. Insgesamt arbeiten hier aber mehr Frauen. Für viele Mitarbeiterinnen sind die flexiblen Arbeitszeiten sehr attraktiv.

Was genau ist dein Job als Fachkraft für Lagerlogistik?

Das hängt davon ab, in welchem Bereich ich gerade arbeite. Im Wareneingang nehme ich Lieferungen an und prüfe, ob damit alles in Ordnung ist. Früh morgens ist bei uns die Rushhour. Ab 6 Uhr werden die meisten Waren angeliefert und anschließend für die Auslieferung vorbereitet. Da geht’s dann direkt rund, und das macht mir Spaß.

Am liebsten bin ich aber in der Warenkommissionierung. Da laden wir die Waren für die einzelnen Filialen auf Paletten, und das möglichst effizient, damit möglichst viel in eine Fuhre passt. Das ist nicht nur günstiger, sondern auch besser für die Umwelt. Es geht darum, freien Raum zu finden und diesen optimal zu nutzen. Das ist wie Tetris spielen – nur in 3D.

Was meinst du, warum wird Logistik immer noch als „Männerberuf“ gesehen?

Ganz ehrlich, ich weiß es nicht. Klar, du solltest schon anpacken können. Die Kartons wiegen manchmal und müssen ins Regal. Aber wenn mir etwas zu schwer ist, hole ich mir Hilfe. Hat bislang immer geklappt. Zu meinem Job gehört aber auch Arbeit im Büro, zum Beispiel wenn ich Lieferscheine überprüfe. So bin ich körperlich gefordert, kann aber auch immer wieder entspannen. Diese Abwechslung finde ich ganz angenehm.

Körperliche Fitness ist dir wichtig. Die Kollegen sagen, dass du fleißig trainierst. Wofür?

Ich habe Anfang des Jahres das Laufen für mich entdeckt. Ich bin vorher schon ab und zu gejoggt. Aber jetzt laufe ich regelmäßig und zusammen mit einer Gruppe, den Roadrunners Südbaden. Beim Firmenlauf in Freiburg war ich dieses Jahr die schnellste Auszubildende. Nächstes Jahr möchte ich gerne als erste Frau ins Ziel kommen. Mit den Männern kann ich mich hier nicht messen – noch nicht.

Vielen Dank, wir drücken dir die Daumen.

 

In unserer Logistik gibt es noch viele andere Talente. Ahmet Tekindag aus Kerpen bei Köln war sogar schon Deutscher Meister. Hier könnt ihr lesen, was seine Spezial-Disziplin ist.

Ihr wollt auch gerne bei ALDI SÜD in der Logistik arbeiten? Schaut hier in unsere aktuellen Stellenausschreibungen.

Tobias Neuhaus
Tobias Neuhaus
Bei ALDI SÜD bin ich Mitarbeiter des Presseteams. Meine Spezialgebiete sind regionale Themen und der Bereich Human Resources. Das sind meine Lieblingsprodukte: Feinwürzige Gewürzgurken feurig-pikant, Büffelmozzarella und Ayran. Seitdem ich bei ALDI SÜD arbeite, kaufe ich da noch lieber ein.

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