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Ein veganes Dinner für Freunde kochen? Ich muss zugeben, dass mich dieser Gedanke etwas nervös gemacht hat. Zwar ernähren sich einige meiner Freunde vegetarisch und sind einer veganen Ernährung gegenüber offen. Allerdings komme ich gebürtig aus einer eher dörflichen Gegend in Westfalen und dort gehören Braten, Gulasch oder Gerichte mit ordentlich Hack zur Tagesordnung.

Aufgrund des aktuellen Lockdowns war die Anzahl meiner Gäste beschränkt. Eine Person. Dennoch wollte ich mich der Challenge stellen und suchte auf unserer Webseite und bei Veganuary nach leckeren Rezepten. Das Ziel: Ein veganes Dinner, das meinen Fleisch-liebenden Gast von der Vielfalt der veganen Küche überzeugt. Relativ schnell hatte ich mein Drei-Gänge-Menü zusammengestellt:

Vorweg: Kokossuppe mit Ingwer und Zitronengras

Suppen, Salate, veganes Carpaccio – für leckere vegane Vorspeisen braucht man nicht lange zu suchen. Da es momentan draußen eher ungemütlich ist, entscheide ich mich für eine Kokossuppe. Die wärmt von innen und macht nicht zu satt.

Zubereitung

  1. Kokosöl in einem Topf bei mittlerer Hitze erhitzen.
  2. Frühlingszwiebel, gelbe Zwiebel und Knoblauch würfeln und in den Topf geben.
  3. Zitronengras, Ingwer und Karotten dazugeben und weichkochen.
  4. Sobald es duftet, Wasser, Kokosmilch, Tamari und Gemüsebrühpulver hinzufügen und zum Kochen bringen.
  5. Nach dem Kochen Paprikaschoten, Pilze und jedes andere gewünschte Gemüse hinzufügen und 15-20 Minuten köcheln lassen.
  6. Daran denken, das Zitronengras vor dem Servieren zu entfernen.
  7. Mit Tamari oder Salz abschmecken.
  8. Mit einem Stück Limette, gewürfelten Frühlingszwiebeln und grob geschnittenem Koriander servieren.

Veganes Dinner – der Hauptgang: Tacheles reden mit Tikka Masala

Wie gesagt, ich bin Westfälin und mag es ab und an gern deftig. Ein Attribut, das auch in der veganen Küche seine Berechtigung hat. Zunächst liebäugle ich mit einem Grünkohl-Eintopf, entscheide mich dann aber für ein Tikka Masala, das etwas aufwendiger und kreativer klingt.

Zubereitung

  1. Die Aubergine waschen, halbieren und in mittelgroße Würfel schneiden. In einer Schüssel mit etwas Salz vermengen und ziehen lassen.
  2. Den Knoblauch fein hacken, den Ingwer schälen und ebenfalls klein hacken. Die Gewürze, das Tomatenmark und die Kokosraspeln hinzufügen. Mit 4 EL Olivenöl zu einer Paste verrühren.
  3. Die Zucchini waschen und würfeln. Die Zwiebel abziehen und klein schneiden. Beides im Wok oder einer großen Pfanne mit etwas Öl andünsten. Die Masala-Paste hinzufügen und kurz mitbraten.
  4. Die Kokosmilch und die Kichererbsen mit in die Pfanne geben und alles bei geschlossenem Deckel 10 Minuten köcheln lassen.
  5. Den Reis nach Packungsanleitung garkochen.
  6. Auberginenwürfel trockentupfen. Den Tofu würfeln und zusammen mit der Aubergine in einer weiteren Pfanne bräunlich anbraten. Anschließend mit in den Wok geben und 2 Minuten bei niedriger Temperatur mitköcheln lassen.
  7. Das vegane Tikka Masala mit Salz und Pfeffer abschmecken. Dazu den gekochten Reis servieren.

 Persönlicher Tipp: Wer mag, kann das Ganze noch mit glatter Petersilie toppen.

Süßer Nachgang: Mousse au Chocolat à la vegan

Ich muss gestehen, das Rezept für meinen Nachtisch habe ich schon seit einigen Wochen in petto. Über Instagram bin ich auf eine Mousse gestoßen, die hauptsächlich aus Seidentofu besteht. Meine Skepsis war nach dem ersten Löffel direkt verflogen: super einfach zubereitet, mega lecker und ganz ohne Eier und Butter.

Zubereitung

  1. Die Schokolade über dem heißen Wasserbad flüssig werden lassen.
  2. Den Seidentofu, die flüssige Schokolade, Ahornsirup und Salz im Mixer zu einer homogenen Masse mixen.
  3. Die Mousse in Gläser füllen und kaltstellen.
  4. Vor dem servieren mit Beeren und Kakao-Nibs garnieren.

In vino veritas: Der vegane Begleiter 

Etwas, das ich zu Beginn der Vegan-Challenge übrigens völlig unbeachtet lies: alkoholische Getränke. Mir war nicht bewusst, dass beispielsweise Wein nicht per se vegan ist. Denn wenn man es ganz genau nimmt, darf man fast keinen Wein trinken, da er mit Gelatine oder Eiweiß geklärt wird. Doch auch hier finden sich im ALDI SÜD Weinsortiment ein paar geeignete Produkte, wie beispielsweise ein weißer und ein roter Cuvée aus der Pfalz. Zur Kokossuppe empfiehlt mir unser Wein-Einkäufer Patrick zudem den Raimund Prüm Riesling von der Mosel. Der ist ebenfalls vegan.

Auch bei alkoholfreien Getränken, beispielsweise bei Säften, sollte man auf das vegane Label achten. Denn: Obstbäume werden oft mit Bienen aus der Massenzucht bestäubt und Etiketten auf Flaschen können tierischen Kleber enthalten. Mein absoluter Favorit ist übrigens unser veganer Granatapfelsaft. Eignet sich gemixt mit gepresstem Zitronensaft, etwas Sprudel, Rohrzucker, Eis und frischer Minze perfekt als alkoholfreier Aperitif.

Fazit: Ob meinem Gast das vegane Dinner geschmeckt hat? Die Teller und Gläser waren am Ende leer. Vom Tikka Masala wurde sogar Nachschlag gefordert und eine zweite Portion Schoko-Mousse im Tuppertopf mit nach Hause genommen. Ich würde also behaupten: Ja. 🙂

Annika Büschken
Annika Büschken
Als Teil des Teams Corporate Communication bin ich Schnittstelle zu Journalisten und Medienvertretern und versorge diese mit spannenden und vielseitigen Infos rund um ALDI SÜD. Das sind meine Lieblingsprodukte: Büffelmozzarella, Weltmeisterkäse Gmunder Berg und dazu ein Glas Leitz Riesling aus dem Rheingau. Seitdem ich bei ALDI SÜD arbeite, lege ich viel mehr Wert auf einen nachhaltigen Lebensstil und kaufe fast ausschließlich Bio-Produkte. Denn was viele nicht wissen: Bei uns gibt es mit rund 350 Bio-Artikel eine super Auswahl.

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